Köstlich aber hart erarbeitet

Diese Woche wandert wieder der Spinat in unsere Kisten. Frisch und lecker – köstlich als Beilage, im Salat, im Smoothie oder roh und pur. So lecker und groß die Freude über das grüne Blattgemüse ist, so langwierig und anstrengend ist die Spinat-Ernte – vor allem wenn der Mehltau sein Unwesen treibt.

Mehltau ist ein Pilz, der Pflanzen befällt. Dieser zeigt sich meist durch gelbe Flecken und danach durch einen weißlichen Belag, erkennbar auf der Blattoberfläche. Die Blätter verfärbe sich im Laufe des Befalls gelb bis braun, bis sie vertrocknen. Bei der Ernte werden diese vertrockneten Blättchen in mühevoller gründlicher Handarbeit weggezupft und aussortiert. Unser Gärtnerei-Team ist mit vollem Einsatz dabei. Hut ab für die Geduld (und ungemütliche Ernte-Körperhaltung ;-).

Übrigens: Den Mehltau behandeln wir nicht, sondern versuchen unsere Ernte noch vor dem allzustarken Befall in unsere Erntekisten zu befördern. Mehltau ist für den Verzehr nicht schädlich, die Blätter einfach wie gewohnt waschen.

 

Kartoffelkombinat-Infoabend 19.11.2019

Was das Kartoffelkombinat eigentlich ist, was wir genau machen und wie Du mitmachen kannst, findest Du auf dem nächsten – und für dieses Jahr – letzten Kartoffelkombinat-Infoabend heraus. Los geht’s am 19.11.2019 um 19 Uhr, wie immer in der Daiserstrasse 15, Rgb. in Sendling.

Daniel, Gründer und Vorstand im Kartoffelkombinat berichtet über die Beweggründe unserer Genossenschaft, spannende Hintergründe, interessante Aussichten und lustige Anekdoten. Der Infoabend ist für alle Interessierten offen. Wir freuen uns sehr über Neugierige mit oder ohne Begleitung. Snacks und Getränke gibt’s auf Spendenbasis 😉

Damit wir wissen, wieviele Stühle wir bereitstellen dürfen, tragt Euch bitte in unsere Liste ein: www.kartoffelkombinat.de/infoabend

Wann: Dienstag, den 19.11.2019, 19 Uhr
Wo: Kartoffelkombinat eG, Daiserstrasse 15, Rgb., 81371 München-Sendling

Ab durch’s Unkraut – Führung

Jetzt im Herbst lagern die Pflanzen Ihre Lebenssäfte in den Wurzeln ein, um im nächsten Frühling wieder auszutreiben. Neben kultivierten Gemüsesorten wächst auf unserer Gärtnerei auch jede Menge „Unkraut“, das wir kaum beachten. Diese „Unkräuter“ wollen wir uns gemeinsam genauer anschauen. Wir werden diverse „Unkräuter“ bestimmen, ihre Verwendungsmöglichkeiten in der Küche besprechen, etwas über ihre Heilwirkung lernen und die ein oder andere Pflanze bzw. Wurzel kosten.

Durchs „Unkraut“ führt Euch Genosse Gregor Baumert, bekannt aus dem Kartoffelkombinat Kinder-Sommercamp, gemeinsam mit Dr. Barbara Deubzer, Biologin, Pflanzenexpertin und Erlebnis-/Umwelt- und Wildnispädagogin (www.kinder-der-erde.de)

Wann: Sonntag, 27.10., 14:30 – 17:30 Uhr (Achtung: Zeitumstellung)
Wo: Kartoffelkombinat-Gärtnerei, Spielberg 3, 82281 Egenhofen
Spendenempfehlung: 15 € p.P., Kinder bis 14 Jahre frei
Anmeldung: www.kartoffelkombinat.de/unkraut

Neue Nachbarschaft!

Wir freuen uns, dass unsere Genoss*innen ab sofort an 2 neuen Verteilpunkten in Freimann und Gilching ihren wöchentlichen Ernteanteil mit regionalem, saisonalem und fair erzeugtem Bio-Gemüse aus unserer Gärtnerei abholen können. Damit beliefert das Kartoffelkombinat an 4 Tagen der Woche insgesamt fast 120 Verteilpunkte in und um München und versorgt so über 1.600 Mitglieder-Haushalte mit lokal produzierten Lebensmitteln.

Alle Infos zu den Kartoffelkombinat-Liefertgebieten findet Ihr hier.

43 Tonnen gelbe Knolle

Das Wetter war super, die Kartoffeln zahlreich und das Kartoffelkombinat-Team im Voll-Einsatz von früh bis spät. 43 Tonnen Kartoffeln haben wir Montag und Dienstag dieser Woche aus dem eigenen genossenschaftlichen Boden geholt und sind geschafft und glücklich, trotz etwas nach unten korrigierter Ertragszahl. Danke an die engagierten Genoss*innen für die Unterstützung und an das starke KK-Team! 

Montagmorgen um 08:30 Uhr ging’s los. Die Rodermaschine vom Richard Wirthmüller aus Odelzhausen (Bio-Kartoffelbauer) hat über den ganzen Montag verteilt unsere 4 Sorten Kartoffeln, die auf einer Fläche von ca. 1,8 ha in Spielberg angebaut wurden, aus dem Boden geholt. 

Das Team in Spielberg hat dabei die erste grobe Sortierung vorgenommen, bevor sich die Kartoffeln auf den Weg nach Odelzhausen machten und dort von Hand feinsortiert wurden. Vor allem faulige und großflächig (durch’s Roden) angeschnittene Knollen wurden aussortiert. Die Gefahr ist sonst groß, dass „verletzte“ Knollen faulig werden und andere Kartoffeln „anstecken“. Steine und Erdklumpen wurden ebenfalls per Hand ausgelesen. Grüne Kartoffeln werden als Futterkartoffeln weiter verwertet und wanderten in einen extra Behälter.

Auch die niedlichen Kartoffel-Enten sind nicht lagerfähig. Die Kartoffeln, die aussehen wie Quietschentchen, haben durch länger anhaltende Hitze und darauf folgende Feuchtigkeit den Drang verspürt, sich weiterzuvermehren und eine weitere Knolle ausgebildet. Da diese aber weniger Stärke enthält als der “dickere“ Teil der Kartoffel, kann sie schneller faulen und die ganze Knolle dahinraffen. Das Sortier-Team hat’s gefreut und die Kartoffel-Enten genug Abnehmer*innen gefunden. 

Vier Kartoffelsorten haben wir wieder zur Auswahl, damit es nicht langweilig wird mit der gelben Knolle. Ditta hat eine tiefgelbe Fleischfarbe und ist sehr robust im Anbau. Jelly ist eine wohlschmeckende Kartoffel mit feinem gelben Fleisch, leicht mehlig und leicht genetzter Schale. Allians ist vorwiegend festkochend mit sehr gelben Fleisch. Die letzte im Bunde ist die Agria, eher mehlig, gelbfleischig mit einem guten Kartoffelaroma. Sie hält sich im Lager am längsten. Ihr werdet sie also erst gegen Ende des Kartoffeljahres nächsten Frühsommer genießen können.

Hier ein paar Eindrücke der Kartoffelernte 2019:

             

Wir streiken!

Am Freitag, den 20.09. findet der globale Klimastreik statt. In München und vielen anderen Städten in Deutschland und weltweit gehen Menschen auf die Straße, um auf die Brisanz des Klimawandels aufmerksam zu machen.

Warum ist das wichtig?
Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York einer der wichtigsten UN Gipfel des Jahres vorbereitet wird, soll an diesem Tag der bislang größte globale Klimastreik stattfinden, um den Regierungen laut zuzurufen: „Setzt endlich um, was Ihr schon 1992 in Rio und 2002, 2006 und 2015 alles beschlossen habt! Handelt endlich, die Zeit läuft ab! Und je mehr Menschen das fordern, desto höher wird der Handlungsdruck auf die Regierungen. Allein in Deutschland werden am 20.09. in über 400 Städten und Gemeinden Veranstaltungen stattfinden.

Wer in München mitstreikt oder den Streik unterstützt, hat das zivilgesellschaftliche Bündnis „München muss Handeln“, dass sich mit 300 Unternehmen und Organisationen hinter die Klimaschutzforderungen der Fridays For Future stellt, hier kartiert: www.muenchen-muss-handeln.de/streik

Auch das Kartoffelkombinat wird am 20.09. streiken. Wir treffen uns um 11:45 Uhr auf dem Königsplatz am Pavillon von „München muss handeln“. Treffpunkt siehe auf unten stehender Map.

Wer zeitliche Kapazitäten hat und als Helfer*in für den Klima-Krisentstab von „München muss handeln“ z.B. Flyer verteilen kann, melde sich bitte umgehend per E-Mail bei Stephanie Hirn unter krisenstab@muenchen-muss-handeln.de.

Wer noch auf der Streikkarte von München muss handeln“ eingetragen werden möchte, schreibt bitte eine Mail an streik@muenchen-muss-handeln.de

Der Erdfloh frisst uns die Kohlblätter vom Kopf

Der Erdfloh treibt sein Unwesen in unseren Kohl-Kulturen. Die sehen aus wie Schweizer Käse – mit Löchern übersät (siehe aktuelles Bild vom Acker). Fast alle Betriebe in der Region klagen über diese hundsgemeine Plage. Vermutlich fällt für uns der komplette Grünkohl aus und wir hoffen, dass der Erdfloh zumindest die anderen Kohlsorten nicht so stark schädigt.

Die löchrige Blätteroptik würde bei uns nichts daran ändern, dass so ein Kohl auf den Tellern unserer Mitglieder landet. U. a. ist ja das der Sinn unseres Konzepts. Aber der fiese Schädling schädigt nicht nur die Blätter, sondern auch die Wurzeln. Die Pflanzen müssten derzeit bereits doppelt so groß sein, wachsen aber einfach nicht, wenn der Floh den Geschmack daran gefunden hat. Um den Kisteninhalt auszugleichen haben wir unser Zukaufsbudget schon strapaziert, sodass für den drohenden Kohlausfall im Herbst unsere Kompensationsmöglichkeiten beschränkt sein werden. Aber wir tun (und hoffen) das Beste. 

Dies ist jedoch auch ein gutes Beispiel, um zu sehen wie uns unser landwirtschaftliches Projekt durch die genossenschaftliche Organisation und die Gemeinschaft vor einem substanziellen finanziellen Verlust schützt. Andere Landwirte bleiben auf so einem Schaden sitzen und haben enorme (finanzielle) Verluste zu tragen. Zu unserem Facebook-Beitrag dazu inkl. interessantem Video zum Erdfloh und „unverkäuflichen” Kohlrabi geht’s hier entlang www.kartoffelkombinat.de/fb-erdfloh.

Offener Brief an den Münchner Stadtrat

125 Münchner NGOs, Verbände und Unternehmen unterstützen die Forderungen von Fridays for Future München

MÜNCHEN, 5. Juli 2019 – Breite Unterstützung aus der Zivilgesellschaft. Am 25. Juni 2019 veröffentlichten Fridays for Future München ihren kommunalpolitischen Forderungskatalog an den Stadtrat. Jetzt stellt sich auch die Münchner Zivilgesellschaft, ein breites Bündnis aus 125 Verbänden, NGOs, Stiftungen und Unternehmen, hinter die Schüler*innen. Mit ganzseitigen Anzeigen am 6. und 7. Juli  in der Münchner Tagespresse (SZ, AZ, tz, Bild, WamS) in Form eines offenen Briefs an den Münchner Stadtrat fordert das Unterstützerbündnis die Umsetzung des Forderungskatalogs. Die Anzeigenkampagne wird auf den sozialen Netzwerken über #muenchenmusshandeln begleitet.

Generationsübergreifend und quer durch alle gesellschaftlichen Schichten stellen sich Privatpersonen, WissenschaftlerInnen, Unternehmen und Institutionen hinter die Münchner Fridays for Future-SchülerInnen und fordern von den politisch Verantwortlichen umgehende und adäquate Maßnahmen, um die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris einzuhalten. 

„Die Politik in Deutschland wurde, mit der EU-Wahl in ihren Grundfesten erschüttert – ein Riss geht quer durch die Gesellschaft und Generationen. Gleichzeitig hat sich mit den Protesten auf der Straße, den Diskursen in diversen (sozialen) Medien und den Verschiebungen der Parteipräferenzen ein Gelegenheitsfenster geöffnet“, so Daniel Überall von anstiftung, Klimaherbst e.V. und Kartoffelkombinat eG

Jürgen Müller vom Münchner Ernährungsrat e.V.: „Die Jugend hat mit wissenschaftlicher Unterstützung vorgelegt. Die Kommunalwahlen 2020 werden angesichts der gewaltigen Unterstützung aus allen Bereichen der Gesellschaft nicht danach entschieden, welche Wahlversprechen gegeben werden, sondern danach, was vom Forderungskatalog bis dahin umgesetzt wird. Wer wieder in den Stadtrat will, muss JETZT handeln.“

Martin Glöckner von Green City e.V.: „München muss als Weltstadt mit Hirn agieren und die aufgelisteten Punkte von Fridays for Future erfüllen. Es bleibt nur wenig Zeit, um unsere Existenzgrundlagen zu erhalten. Die Zivilgesellschaft fordert von ihren gewählten Vertretern im Münchner Stadtrat mutige und enkeltaugliche Entscheidungen. Als reiche Kommune muss die Landeshauptstadt als Vorbild für andere Städte vorangehen.”

Stephanie Weigel von Tollwood dazu: „Was braucht es denn noch, damit die Münchner Politik endlich und radikal handelt? Die Wissenschaft schlägt Alarm, die Zivilgesellschaft steht generationsübergreifend hinter den Jugendlichen, Zehntausende gehen regelmäßig auf die Straße. Jetzt reicht’s, der Stadtrat muss raus aus der Komfortzone, jetzt muss endlich was passieren.”

www.muenchen-muss-handeln.de

Liste der Bündnispartner:
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) | ADFC Kreisverband München e.V. | Aqua Monaco GmbH | AK Mensch und Tier Neubiburg | Aktionsbündnis aufgeMUCkt | Albert Schweitzer Stiftung Aktionsgruppe München | Amperhof | Animals United | anstiftung | Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung e.V. | Aktionsbündnis “Artgerechtes München” | attac München | Basic AG | Bellevue di Monaco e.G. | Bürgerenergiegenossenschaft BENG | bike kitchen | Amadé Billesberger | Bioculture GmbH Bioland | Bio-Marktgemeinschaft eG | Bund Naturschutz in Bayern e.V. | buntkicktgut gGmbH | BürgerStiftung München | Bürgerverein Freising zur Vermeidung von Lärm- und Schadstoffbelastungen | Combinat 56 | DAV Sektion Gay Outdoor Club | DAV Sektion(en) München + Oberland | David gegen Goliath | Der Spatz – Magazin für Ökologie und Gesundheit | Deutscher Kinderschutzbund München | Die Umwelt-Akademie e.V. | Die Urbanauten | Ecozept Deutschland | Epos Biopartner Süd GmbH | Ev. Stadtakademie | Field of View | Florian Weiss | foodsharing e.V. | Fossil Free München | Freie Radikale / 2030 Kommunikation | Gartensalon | Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V. | Genussgemeinschaft Städter und Bauern | Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. | GLS Gemeinschaftsbank eG | Gold GmbH | Green City AG | Green City eV | Greenpeace München | Gregor Louisoder Umweltstiftung | Gut Sonnenhausen | Heimat Giesing | Herrmannsdorfer Landwerkstätten | Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH | Hollerbusch Naturkost | IHA e.V. | impact HUB Munich GmbH | Import Export | Isarlust e.V. | Kanzlei Aschinger HSP-Steuer | Kartoffelkombinat – der Verein e.V. | Kartoffelkombinat eG | Kreisjugendring München-Stadt | Kulturstrand | Kulturverstrickungen | LBV Kreisgruppe München | Licht der Hoffnung e.V. | Magdeburg & Bittl GbR | Manemo eG | Memo Architekten | merz punkt | MIN Münchner Initiative Nachhaltigkeit | Mohr Consulting | Münchner Ernährungsrat e.V. | Münchner Forum e.V. | NaturFreunde Deutschlands, Bezirk München e.V. | Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V. | Netzwerk Klimaherbst | NordSüdForum München | oekom verein | oekom Verlag | Ois possible | Ökoprojekt Mobilspiel eV | Ökoring GmbH | OHNE Der verpackungsfreie Supermarkt GmbH | opflanzt is! eV | Patagonia | Parents for Future | Polarstern GmbH | PROVIEH | Pro Wildlife e.V. | Rainbow Refugees Munich | Raus aus der Steinkohle | reCup GmbH | Reformhaus Meyer | rehab republic | Sauba sog I | Schweisfurth-Stiftung | Scientists for Future | Selbach Umweltstiftung | Sendlinger Buchhaltung | Slow Food München | SOS Kinderdorf München | Sparda-Bank München eG | Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. | sustainable AG | Tollwood GmbH | Traveling the Borderline | Umweltinstitut München e.V. | urbane gärten München | Utopia GmbH | ver.de für nachhaltige Entwicklung | Volksbegehren Artenvielfalt | vollblut livemarketing | Vollcorner GmbH | Volxküche München e.V. | Vriends for Life e.V. | WECF e.V. | wir2liebenWein | Wöltje | Zukunftswerk eG

Die Lage der Kartoffeln

Das Gärtnerteam und unser Gemüse braucht diese Woche kräftig Unterstützung. Unsere Kartoffeln stehen dieses Jahr das erste Mal auf dem sog. „Finger“, unserer eigenen Fläche. Dort ist der Unkrautdruck sehr hoch – und die Ackerwinde macht den Kartoffelpflanzen zu schaffen.
 

Für einen visuellen Eindruck, was es zu tun gibt, schaut Euch dazu am besten unser kleines Video an, unter www.kartoffelkombinat.de/video und kommt kommenden Sonntag, um 10:00 Uhr, raus nach Spielberg. Dann wird gejätet – denn auch die Karotten brauchen Unkraut-Befreiung.
Wir freuen uns über Euch – gerne auch unter der Woche – und Eure Unterstützung.

Bis bald!
Euer Kartoffelkombinat-Team