Die KK-Kohlenstoffdioxid-kompensation

Was hat lokale Gemüseerzeugung eigentlich mit dem Klimawandel zu tun? 
…wenig, wenn wir es gut machen.

Eine Erklärung: Wir alle nutzen Energie in unserem Alltag. Diese entsteht meist durch Verbrennung von fossilen Ressourcen, wie z.B. Erdöl, Erdgas oder Steinkohle. Große Mengen davon lagern in der Erde. Und Unmenge davon werden tagtäglich von über sieben Milliarden Menschen weltweit verbraucht. Ob in Form von Benzin, mit dem wir unser Auto betanken, in Form von Gas für den Herd, um unser Nudelwasser zum Kochen zu bringen, oder durch den Dauerstream auf Netflix & Co. Bei jedem dieser „Verbräuche“ wird an einem (oder mehreren) Punkt(en) der Wertschöpfungskette Kohlenstoffdioxid, kurz CO2, freigesetzt. 

CO2 ist Bestandteil des globalen Kohlenstoffzyklus und als natürlicher Bestandteil der Luft ein wichtiges Treibhausgas in der Erdatmosphäre. Zu viel davon bewirkt jedoch den sog. Treibhauseffekt. Einfallende Sonnenstrahlung kann immer schlechter in den Weltraum zurückgestrahlt werden, und erwärmt daher die Erde. Das liegt wiederum an der zunehmenden Konzentration von Treibhausgasen, sprich u.a. CO2, in unserer Erdatmosphäre. In den vergangenen 200 Jahren (seit Beginn der Industrialisierung) hat sich der Anteil des CO2 in der Atmosphäre fast verdoppelt (von 280 ppm auf 410 ppm im Jahr 2019), nachdem er die letzten eine Million Jahre nicht über 300 ppm gestiegen war. Dies wiederum ist die Ursache für die aktuelle globale Erwärmung, sprich den Klimawandel. Aktuell werden täglich ca. 100.000.000(!) Tonnen Kohlenstoffdioxid durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre freigesetzt – die unserem Planeten weiter einheizen.

Wie heiß darf es werden?
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich die durchschnittliche Temperatur auf der Erde bereits um ca. 1° C Grad erhöht. Der Weltklimarat, das Intergovernmental Panel on Climate Change (kurz IPCC), hat untersucht, welche Folgen die Erwärmung der Erde um weitere 0,5 Grad hätte. Ergebnis: eine massive Bedrohung unserer Lebensräume. Darum haben 195 Staaten im Jahr 2015 das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet und sich darin verpflichtet, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt bis zum Jahr 2100 durch konsequente Reduzierung der CO2 Emissionen auf deutlich unter 2° C zu begrenzen. Das Ziel ist somit klar, die notwendigen Maßnahmen jedoch noch längst nicht ergriffen. 

Unser Beitrag
Derweil versuchen wir im Kartoffelkombinat so gut es uns möglich ist, die Verwendung von Ressourcen zu begrenzen, um unseren CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. An manchen Stellen gelingt uns das bereits sehr gut. An anderen weniger. Um ein gutes Bild zu erhalten, wo wir stehen, haben wir in Zusammenarbeit mit der Zukunftswerk eG eine CO2-Bilanz erstellt. Darin halten wir fest, was wie viel CO2-Emissionen durch unser Tun verursacht. Sei es die Produktionsenergie für Plastiktüten, in die wir unser zartes Blattgemüse packen oder die Kraftstoffverbrennung durch die Transporte, die unser Gemüse in die Stadt bringen.

Das Ergebnis: Im Jahr emittieren wir rund 84 Tonnen CO2. Das ist für einen landwirtschaftlichen Betrieb wenig. Im Hinblick auf den Klimawandel ist jedoch jede Tonnen zu viel. Um unsere CO2-Emissionen zu kompensieren unterstützen wir das Envira Amazonia Project, ein Waldschutzprojekt in Acre, Brasilien, welches 200.000 Hektar tropischen Regenwaldes schützt und damit ca. 12,6 Mio. Tonnen CO2-Emissionen verhindert. Besser wäre es natürlich gar keine Emissionen zu verursachen! Daran arbeiten wir noch. Das Zertifikat ist hier zu sehen: kartoffelkombinat.de/co2.

Können wir CO2 auch absorbieren?
CO2 ist in gebundener Form als Kohlenstoff z.B. in Mooren, in Wäldern, im Wasser (hier als Kohlensäure) und im Boden gebunden. Genauer gesagt in humushaltigen Böden. Humus besteht überwiegend aus Pflanzenresten und den Umwandlungsprodukten von Bodentieren und Mikroorganismen. Er liefert Nährstoffe für Pflanzen, saugt Wasser auf wie ein Schwamm, hält das Erdreich zusammen und bindet CO2. Wie viel CO2 wir durch die Bodenbehandlung in Spielberg binden, haben wir in der CO2-Bilanz nicht einberechnet, weil dafür noch keine geeigneten Berechnungsmethoden entwickelt wurden. Dennoch betreiben wir durch Gründüngung, mehrjährige Fruchtfolgen und ökologische Bodenbehandlungen klimarelevanten Humusaufbau und effektive CO2-Absorption.

Wahre Kosten der Lebensmittel

Was müssten Lebensmittel eigentlich kosten, wenn ihre ökologischen Auswirkungen entlang der Lieferkette mit in den Verkaufspreis einflössen? Die Herstellung unserer Lebensmittel hat deutliche, meist negative, Auswirkungen auf die Umwelt. Die Preise im Supermarkt spiegeln die Kosten dieser Auswirkungen jedoch nicht wider.

Nehmen wir z.B. nur mal die drei Aspekte CO2, Bodendegradation und Überdüngung: Verliert Ackerboden durch intensive Landwirtschaft seine Fähigkeit, Wasser und CO2 zu binden, so werden Hochwasserereignisse und Klimaerwärmung gefördert. Für Bodenausbeutung, Überdüngung, Trinkwasserverseuchung und deren Auswirkungen auf die (Um-)Welt zahlen wir mit dem Klimawandel einen hohen Preis. Manches gleichen wir für kurze Zeit monetär aus, wie z.B. die Aufbe- reitung des Trinkwassers, welches durch Überdüngung mit Nitrat belastet ist. Doch das Gros der Kosten wälzen wir schlicht auf zukünftige Generationen ab.

Boden und damit die Landwirtschaft hat eine Schlüsselrolle bei der Berechnung der wahren Kosten unserer Lebensmittel. Rechnet man die „versteckten“ Kosten zu den normalen Produktionskosten von Lebensmitteln hinzu, ergeben sich deren „wahre Kosten“, die sog. True Costs. Vermeintlich billiges Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau ist wegen der negativen Auswirkungen auf Boden, Klima und Artenvielfalt in Wahrheit teurer als ökologisch erzeugtes.

Bis sich dies ganz selbstverständlich in den Produktpreisen widerspiegelt, ist es wohl
noch ein langer Weg. Eine Studie der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit der PENNY Markt GmbH hat ergeben, dass der Verkaufspreis der untersuchten acht konventionell erzeugten Lebensmittel (Apfel, Banane, Kartoffel, Tomate, Mozzarella, Gouda, Milch und gemischtem Hackfleisch) im Durchschnitt um rund 62(!)% höher läge, würden die versteckten Kosten mit einberechnet. Bei Alternativen aus dem Öko-Landbau läge die Steigerung bei rund 35 %. Der wahre Preis von Hackfleisch beträgt etwa das Dreifache des jetzigen Kaufpreises. Selbst der Preis für Biofleisch würde um 126 % steigen.

Das „True Cost Accounting“ ist eine gute Methode, um die wahren Kosten unserer Lebensmitteln zu ermitteln. Denn zur Herstellung zählen nicht nur die Produktionskosten, sondern eben auch die Auswirkungen auf ökologische oder soziale Systeme. Die Umrechnung in Geldeinheiten hilft dabei zu verstehen, welche Produkte sich langfristig auf die Gesundheit des Planeten – und gleichzeitig den Geldbeutel – auswirken.

Übrigens: Die wahren Kosten pflanzlicher Produkte weichen weniger vom aktuellen Kaufpreis ab, als Lebensmittel tierischen Ursprungs. Ein Argument mehr, den Konsum tierischer Produkte und damit Umweltschäden zu reduzieren.

 

Ein Jahr rot-grün. Ein Jahr fürs Klima?

Was hat sich in den vergangenen 12 Monaten grün-roter Stadtregierung verändert, und was wurde für den Klimaschutz getan? 
Im März jährt sich die bayerische Kommunalwahl, die das Bündnis München Muss Handeln (MMH) – gegründet von Kartoffelkombinat, Münchner Ernährungsrat e.V., Tollwood GmbH und Green City e.V.zur Klimawahl ausgerufen hatte. Mit über 500 Bündnispartner*innen stand und steht es für eine Umsetzung der Forderungen der Fridays For Future für eine klimagerechte Zukunft in München ein. Dieser gesellschaftliche Schulterschluss macht Schule: inzwischen haben sich einige Ableger von MMH in anderen Städten Deutschlands gegründet und auch auf Bundesebene nimmt es in Hinblick auf die Bundestagswahl 2021 Gestalt an. Ein großer Erfolg für unser aller Engagement für mehr Klimaschutz und eine gute Zukunft für alle.
Mehr Infos gibt’s unter alle-muessen-handeln.de.

Doch was genau hat sich in den letzten 12 Monaten in Sachen Klima in München denn eigentlich genau verändert?
Das Netzwerk Klimaherbst – in Kooperation mit MMH und der Abendzeitung veranstaltet dazu einen Diskussionsabend mit Vertreter*innen der Stadtpolitik und Akteur*innen der Klimaschutzbewegung. Diskutiert mit!

Wann: Freitag, den 16.03., von 19:00 – 20:30 Uhr
Alle Infos zur Veranstaltung inkl. Anmeldung findet Ihr hier.

Übrigens: Die Veranstaltungsreihe des 14. Münchner Klimaherbst befindet sich im Endspurt – noch bis 16. März 2021 gibt es Vorträge, Ausstellungen, Audio-Touren und Workshops (digital & coronakonform). Mehr Infos unter klimaherbst.de/kalender.

Winter in der Gärtnerei – Insekten



In einem unserer letzten Blogartikel haben wir uns die Überwinterungsstrategien der Pflanzen angeschaut. Diesmal geht’s um alles was durch die Gegend krabbelt, kriecht und schwirrt – Insekten und ihre Methoden über den Winter zu kommen….


Insekten – die artenreichste Klasse der Tiervielfalt auf unserem Planeten. Sie alle – ob fliegend, krabbeln oder kriechend – haben verschiedenste Methoden entwickelt, um gut über den Winter zu kommen. Gängige und auch uns, den Menschen, nicht ganz unbekannte Techniken, sind Verkriechen und Verschlafen, Einbuddeln oder die Flucht in wärmere Regionen.

Egal wo und wie sich Insekten verkriechen – die meisten fallen über die stade Zeit in Kältestarre. Hierbei wird die Körperfunktion auf ein Minimum runtergefahren bevor der Frost zuschlägt. Hobbyphysiker*innen stellen sich hier eine berechtigte Frage: Gefrorenes Wasser dehnt sich aus. So auch das Wasser in den Zellen der Insekten – wie können sie dies überleben?

Dazu nutzen Insekten einen raffinierten Trick. Ebenso wie die winterharten Pflanzen entwässern sie ihren Körper, konzentrieren ihre Körpersäfte und lagern Glyzerin oder Zucker ein, welches den Gefrierpunkt der Körperflüssigkeit herabsetzt. So verhindert dieses natürliche „Frostschutzmittel“ das Gefrieren von Gewebeflüssigkeiten bei Minusgraden. Eine Methode die viele fliegenden Insekten wie Marienkäfer, Stechmücken oder auch der Zitronenfalter anwenden. Letzterer kann so bis minus 20° C überleben. Er klammert sich dazu hinter Efeublätter, Brombeersträucher oder ins hohe Gras, erstarrt und wartet auf die ersten warmen Frühlingstage, um langsam zu erwachen.

Andere in unserer Region überwinternde Falter (z.B. Großer und Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge) wiederum benötigen ein frostsicheres Versteck, wie z.B. alte Bäume mit Höhlen oder Reisighaufen aber auch Dachstühle, Geräteschuppen oder Kellerräume sind gut geeignet, um gefahrlos über den Winter zu kommen.

Doch einige zieht es in wärmere Gefilde – wie z.B. manche Schmetterlingsarten, die sich im Herbst Richtung Süden aufmachen. Der Distelfalter bspw. kann mit einer Spannweite von 40 bis 60 mm die Windströmungen nutzen, um Richtung Afrika aufzubrechen. Das klappt nicht immer und für manchen Falter endet die Reise vorschnell auf alpinen Gletschern, wenn ihn ein früher Kälteeinbruch erwischt. Alle gut im Süden gelandeten Falter legen munter mit der Fortpflanzung los und im Mai/Juni des nächsten Jahres fliegt eine neue Generation zurück Richtung Geburtsstätte der Eltern. Bis zu zwei Generationen erblicken dann in Europa das Licht der Welt, bevor sie mit sinkenden Temperaturen zum Jahresende erneut die lange Reise gen Süden antreten.

Verkriechen, Erstarren oder Flucht in den Süden – weitere Methoden, um die kalten Monate gut zu überstehen, sind die Überwinterung als Puppe im Kokon oder Ei im Boden. Kokons sind hängend an Stauden oder Gräsern zu entdecken, aber auch Baumrinden bieten gute Verstecke gegen Fressfeinde. Eier werden zur Überwinterung gerne direkt im Stängel der Futterpflanze, oder dicht daneben im Boden abgelegt – damit die geschlüpfte Raupe im Frühling die Nahrungsquelle direkt vor der Nase hat.

Und wie sieht es am Boden aus? Was machen all die krabbelnden Insekten, die sich nicht verpuppen oder gen Süden flüchten?
Z.B. die Ameisen, die sommers überall anzutreffen sind. Durch ihre unterirdischen Aktivitäten sorgen sie für gute Bodenbelüftung, verteilen auf ihren Transportwegen gerne Samen und verwerten organische Materialien im Ameisenbau. Sie verbringen die frostigen Monate tief in der Erde, sodass ihnen die Kälte nichts anhaben kann. Alle Ein- und Ausgänge ihres Winternestes werden verschlossen und der ganze Ameisenstaat fällt in eine gemeinschaftliche Winterstarre. 

Im Singledasein verstecken sich dagegen junge Hummelköniginnen gerne in Ritzen, Laubhaufen, unter Totholz oder in alten Mäusenestern, um den Winter zu überstehen, denn sie haben einiges vor. Im Herbst sind sie als letzte Brut geschlüpft, haben sich verpaart und warten nun erstarrt auf den Frühling. Die alte Königin und die ausgedienten Arbeiterinnen quittieren ihren Dienst und sterben, sobald es kälter wird. So machen sie Platz für die junge Regentin, die mit den ersten wärmeren und helleren Tagen im Februar hungrig aufbricht, auf der Suche nach Frühblühern und einem eigenen Staat.

Wildbienen überdauern die „stade Zeit“ nur selten. Die meisten sind einjährige Geschöpfe und sterben bereits im Sommer, nachdem sie für Nachwuchs gesorgt haben. Diesen legen sie in Brutzellen im Boden, in Käferbohrlöchern oder in Pflanzenstängeln ab. Die Brutzelle wird vorab ausreichend mit Proviant bevorratet und verschlossen, bevor die Elterngeneration das Zeitliche segnet. Aus dem Ei schlüpft dann recht bald als Vollwaise eine Larve, frisst sich satt, sitzt den Winter als Puppe aus, um dann im Frühjahr zu schlüpfen und selbst Nach- wuchs zu zeugen.

Der Kollege Laufkäfer wiederum überwintert als Larve oder ausgewachsenes Exemplar am liebsten im Boden. Laufkäfer sind hilfreiche Schädlingsbekämpfer, denn sie können pro Tag das Dreifache des eigenen Körpergewichts verputzen. Im Frühjahr schlüpft die Käferlarve im Boden und frisst sich erstmal an Schnecken, Würmern und Raupen satt. Strukturen wie Wiesen, Hecken, Totholz- und Laubhaufen kommen den Käfern dabei entgegen, denn sie benötigen einen humusreichen Boden mit viel Bodenleben für ihre ausgedehnten Fressstreifzüge.

Kleine Insekten, wie Marienkäfer, Florfliegen und z.B. Stechmücken suchen sich für ein winterfestes Versteck meist Ritzen und Spalten hinter Baumrinden, in Reisighaufen oder Nischen in und an Gebäuden. Wie die Ameisen verfallen sie dort in eine Winterstarre und harren geduldig dem Frühling.

Alle genannten Insekten reagieren in Ihren Winterquartieren oder auf Ihren Reiserouten sehr sensibel auf Temperaturunterschiede und sind auf stabile jahreszeitliche Abläufe angewiesen, um ihr Überleben zu sichern. Durch den Klimawandel geraten die fein aufeinander abgestimmten natürlichen Kreisläufe immer mehr aus dem Tritt. Zum Leidwesen vieler Tierarten und Insekten, die dies mit ihrem Leben bezahlen.

Das KK im Protestonaut-Kalender 2021

Im Spätsommer durften wir einen ganz besonderen Besuch in unserer genossenschaftlichen Gärtnerei Nähe München begrüßen. Wir und unsere Tomaten hatten ein kleines Get-Together mit dem Protestonaut – siehe Bild:

Der Protestonaut (lat.: protestari – öffentlich bezeugen, gr.: –nautēs – Matrose) ist ein journalistisches Kunstprojekt, das mit Fotos und kurzen Texten Aufmerksamkeit auf wichtige Punkte und Herausforderungen lenken will. Denn das Überangebot der Medien und die immerwährende Überinformation verschiedenster Kanäle verschleiert manchmal den Blick auf wichtige Themen wie Klimaschutz, Bildung oder Datenschutz – Themen, die alle Menschen betreffen.

Der Protestonaut besucht Projekte, Institutionen und Regionen, die einen aufmerksamen Blick verdienen, da sie Besonderes leisten, Wichtiges sichtbar machen und mit Engagement und Herzblut daran arbeiten, die Welt ein Stückchen besser zu machen.

Im Wandkalender 2021 sind alle Besuche des Protestonauten in wunderschönen Bildern festgehalten. So ist der Kalender ein Impulsreferat in gedruckter Form. Zum Denkanstöße geben und Diskussionen anregen. 

Astronauten sind Entdecker und müssen zahlreichen Herausforderungen gewachsen sein. Im All haben sie einen außergewöhnlichen Blick auf die Erde und schweben über Problemen des blauen Planten. Im Kostüm des Protestonauten könnte jeder stecken: die Verkäuferin, der Bankangestellte, die Lokalpolitikerin, der Student, die Managerin, der IT-Fachmann, die Leserbriefschreiberin, der Arbeitssuchende, die Lehrerin, der Privatier – und Du.

Das wunderbare Bild vom Protestonaut in unserem Tomatengewächshaus findet Ihr in der siebten Ausgabe des Wandkalenders. Hier steht das Thema „Nachhaltigkeit“ im Fokus und die Kalendermotive für 2021 zeigen den Protestonaut unter anderem im Wald, beim Einkaufen im Second-Hand-Laden, in unserer Gärtnerei, vor einem Insektenhotel und beim Urban Gardening.

Der Protestonautkalender 2021 zum Thema Nachhaltigkeit ist ab sofort erhältlich – Wo und wer hinter dem Projekt steckt könnt Ihr hier nachlesen: protestonaut.de/der-kalender.

Winter in der Gärtnerei – Pflanzen

Die Natur bereitet sich langsam auf die kalte Zeit vor und wir wollen uns mal genauer anschauen, wie sich Pflanzen, Tiere und Insekten winterfest machen, um die Zeit bis zum Frühjahr gut zu überbrücken …

Wir drehen die Heizung auf, kochen Tee und machen es uns unter dicken Decken auf dem Sofa gemütlich, sobald die Temperaturen auf Winterniveau fallen. Doch wie sieht es mit den Pflanzen aus, die neben allerlei Gemüsekulturen auf unserem Betrieb zu Hause sind?

Sinkende Temperaturen und die kürzeren Tage signalisiert den Pflanzen den nahenden Winter. So haben sie Zeit, ihr Wachstum einzustellen, ihre Pflanzensäfte (Wasser, Zucker, Chlorophyll) zurückzuziehen und diese in Wurzeln, Stamm und Knospen einzulagern. Vorratshaltung eben ;-). Bei Bäumen und Sträuchern wird das z.B. am verfärbten, fallenden Laub deutlich. Im Sommer verdunstet ein Baum über seine Blätter jede Menge Wasser – eine hundertjährige Rotbuche etwa 400 l pro Tag! Im Winter können deren Wurzeln jedoch immer schlechter Wasser aus dem Boden aufnehmen. Um nicht auszutrocknen, werden die Blätter daher inkl. giftiger Stoffwechsel-Endprodukte und gespeicherter Umweltgifte abgeworfen. Sozusagen ein Reinemachen vorm Winterschlaf. Und ohne Laub auf den Ästen sind diese auch weniger anfällig für Herbststürme und Schneelast. Zudem ist im Frühjahr der Weg für die ersten warmen Sonnenstrahlen frei, die das Signal für das Austreiben der Knospen geben.

Bei Pflanzen, wie z.B. Stauden, unterscheidet man ein- zwei- oder mehrjährige Arten. Einjährig bedeutet: Die Pflanze keimt im Frühjahr aus einem Samen, wächst heran, blüht, wird befruchtet, es bilden sich Samen aus, diese fallen im Spätsommer / Herbst auf die Erde und die Mutterpflanze stirbt ab. Nach dem Winter treiben die Samen der neuen Generation aus und der Kreislauf beginnt von Neuem. Die Pflanze selbst lebt aber nur ein Jahr. Ringelblume, Lupine, Bockshornklee sind typische einjährige Pflanzen. 

Bei den zweijährigen Pflanzen schaut der Ablauf etwas anders aus. Im ersten Jahr werden nur Wurzeln und Blätter, oft in Form einer grundständigen Rosette ausgebildet. Erst im zweiten Jahr – nach einem Kältereiz im Winter – treibt ein Blütenstand aus. Der bringt wieder Samen hervor und der Kreislauf beginnt von Neuem. Typische Vertreter der zweijährigen Pflanzen sind Wilde Möhre, Königskerze oder Nachtkerze.

Nähert sich die Temperatur dem Gefrierpunkt, schalten winterharte Pflanzen auf Überlebensmodus: Statt Glucose stellen sie Glycerin her und zerlegen Stärke zu Glucose. Das Wasser in ihren Zellen wird dadurch so gebunden, dass es bei Minusgraden nicht mehr gefrieren kann. Die Pflanze bildet also eigenständig ein Frostschutzmittel. Einige Pflanzensamen benötigen eine Kältephase von 0° C bis +5° C über vier bis acht Wochen, um nach der Aussaat auszutreiben – sog. Kaltkeimer, wie z.B. Haselnuss, Buche, Eiche oder Dill. Sie benötigen in ihren Entwicklungsphasen exakt passende Witterungsbedingungen.

Doch der Klimawandel stört die sensiblen Abläufe durch weiter steigende Temperaturen und weniger Niederschläge. So geraten ineinander verzahnte Abläufe immer mehr aus dem Tritt und die Verschiebung von klimatischen Zonen durch die Erderwärmung macht es heimischen Pflanzen und damit unserer gesamten Artenvielfalt schwerer zu überleben.

Beim nächsten Mal gucken wir uns die Insekten an, und welche Überwinterungsstrategien sie anwenden, um den Winter gut zu überstehen.

Europas Natur stirbt

Europas Natur ist auf dem absteigenden Ast. Nicht nur einzelne Arten sind gefährdet. Auch ganze Lebensräume, wie Wälder, Grünland und Moore, die durch ihren Zerfall ganze Populationen dem Untergang weihen.

Details über den desaströsen Zustand der Flora und Fauna wurden im „Bericht zur Lage der Natur in Europa“ der Europäischen Umweltagentur kürzlich veröffentlicht. Das Ergebnis ist alarmierend: Weniger als 20 Prozent der Lebensräume sind demzufolge EU-weit noch einigermaßen intakt.
Mitverantwortlich für das Sterben unserer Natur ist u.a. eine zu intensiv betriebene Landwirtschaft mit z.T. schlimmen Folgen für Mensch und Natur. Siehe zum Beispiel unseren Beitrag zur Pestizidstudie.

Bestrebungen, unser Lebensmittelsystem und dessen Wertschöpfungskette nachhaltiger zu gestalten gibt es z.B. in Form der „Farm to Fork“-Strategie auf EU-Ebene, die den Ausbau der ökologischen Landwirtschaft und die Reduzierung des Einsatzes von gefährlichen Pestiziden und Düngemitteln vorsieht.

Doch der aktuelle Beschluss zur Ausgestaltung der europäischen Agrarpolitik (GAP) des EU-Parlaments hat solchen Zielen den Riegel vorgeschoben – und zwar für die nächsten sieben Jahre!
Mitverhandlerin: Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), die das Ergebnis als

„Meilenstein“ und „Systemwechsel“ lobt.

Doch Tatsache ist, dass die dringend benötigte Agrarwende erneut in unerreichbare Ferne rückt. Die fast 400.000.000.000 € des europäischen GAP-Haushalts gehen demnach auch in Zukunft ohne nennenswerte Umweltauflagen weiterhin an Betriebe, die die größten Flächen bewirtschaften und damit auch am wirkstärksten Hebel für gute oder schlechte Umweltauswirkungen sitzen.

Mehr zu dieser niederschmetternden politischen Entscheidung und welche Optionen für die Agrarwende verbleiben, gibt es hier.

UnSeRe kLeInE FaRm

Die Haupterntezeit ist da. Und damit geben wir Euch einen kleinen Einblick in den Status quo unseres Anbaus und was es mit der erneuten Lieferung Spinat auf sich hat …

Keine Saison gleicht der anderen (Licht, Regen, Wärme, Schädlinge, … Ihr wisst schon.) – darum geben wir viel Herzblut, um unsere Gemüsekulturen durch alle Untiefen zu steuern.

20 Prozent aus alles!*

Damit wir auch in schlechteren Jahren gut gerüstet sind, kalkulieren wir in unserer jährlichen Anbauplanung immer einen Puffer von 20 % für Ernteausfall ein.
In Jahren, in denen der Wetterfrosch (und/oder die Schädlinge) gute Laune hat, steht uns dann auch mehr Ernte zur Verfügung. Dabei kann es vorkommen, dass wir Kulturen wöchentlich direkt nacheinander ernten (müssen), um z.B. Erntefenster nicht zu verpassen oder Krankheitsbefall zu verhindern. So geschehen in dieser Woche beim Spinat. 


Dieser Überschuss kann dann, muss aber nicht, für alle Ernteanteile reichen. In letzterem Fall füllen wir die Kisten mit anderem Gemüse auf, sodass alle gleich viel zusätzlich bekommen.
Der Spinat bspw. ist in den letzten Jahren eher problematisch gewachsen. Das lag zum einen an der Witterung, zum anderen an der Sorte und viel Pilzbefall. Dieses Jahr haben wir eine neue Sorte getestet, die sich offensichtlich richtig wohlfühlt und für unseren Standort gut geeignet ist. Der Spinat wächst momentan, als gäbe es kein Morgen und der 20-Prozent-Puffer + Wohlfühlwachstum landet deshalb diese Woche in unseren Kisten.

Wer den Spinat so schnell nicht verarbeiten kann, hier unser Tipp: Spinatblätter kurz in kochendem Wasser blanchieren, gut abtropfen und direkt einfrieren. So bleibt er knackfrisch bis zur nächsten Verwendung.

*) Ausser auf Kohl
Doch so sehr wir uns über den Spinat freuen, beim Kohl sieht es mau aus. Vor allem Wirsing, Rotkohl und Rosenkohl litten in dieser Saison an den Raubzügen der weißen Fliege, hungriger Raupen und durstiger Läuse. Dadurch hat sich die Blattmasse der Kulturen nur mittelprächtig entwickelt, die eine entscheidende Rolle bei der Fotosynthese – also Zuckerbildung hat, wovon wiederum die Wachstumsqualität abhängt. Wir stellen uns daher auf eine eher nüchterne Kohlernte ein.

Der Sellerie allerdings steht grandios auf dem Acker und wandert derzeit peu à peu ins Lager

Ausserdem haben wir unsere Kürbisse heimgeholt. An vier Tagen haben wir mit ausgefeilter Wurftechnik 3 Sorten Kürbisse – insgesamt 12.500 Stück – ins Lager gebracht. Für Euch dazu ein paar Impressionen direkt aus Spielberg:

Glyphosat & co auf Fernreise

Die größte deutschlandweite Studie zur Messung von Pestizidrückständen in unserer Luft wurde veröffentlicht und die Ergebnisse sind eindeutig: 

Pestizide sind überall!

Ob im Naturschutzgebiet, in der Stadt, auf dem Bio-Acker oder auf hohen Berggipfeln – durch die vom Umweltinstitut München e.V. und dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft in Auftrag gegebenen Studie konnten deutschlandweit an 163 Standorten über 138 Pestizide nachgewiesen werden. 

Eines davon war immer und überall mit von der Partie: Glyphosat. Doch auch andere Pflanzenschutzmittel sowie teilweise seit den 70er-Jahren verbotene Mittel sind auch jetzt noch – fast 50 Jahre später – in unserer Luft. 

Die Rückstände von aktuell in Deutschland verbotenen, jedoch in anderen EU-Mitgliedstaaten zugelassenen Pestiziden wurden ebenfalls mehrfach nachgewiesen – dies beweist, dass Pestizide gerne in die Ferne reisen, und ganz und gar nicht dort bleiben, wo sie ursprünglich eingesetzt wurden. Sie haften sich an kleinste Staubpartikel und wehen kilometerweit durch die Luft. So landen sie z.B. auf Bio-Äckern. Und da Biolandwirt*innen schwerlich unter einer Käseglocke wirtschaften können, sind sie und wir alle als Verbraucher*innen machtlos gegenüber der gefährlichen Fracht, die der Wind auf unsere Felder weht.

Dieser nun erstmals durch die 1,5 Jahre angelegte Studie nachgewiesene Fernstransport von Glyphosat & Co wird weder bei der Zulassung noch Gefährdungsbeurteilung von Pestiziden ausreichend berücksichtigt. Die Untersuchung zeigt, dass sich Pestizide trotz aller Kontrollen und Vorschriften nahezu überallhin verbreiten – in Schutzgebiete, auf Bio-Äcker und in unsere Wohnräume. Welche Auswirkungen das für uns, unsere Gesundheit und die unserer Kinder hat, bleibt weiterhin ein großes Fragezeichen.

Doch in Sachen Einsatz für die Umwelt geht was voran: Das Umweltinstitut München (übrigens Mitglied der Kartoffelkombinat eG) nimmt sich wissenschaftlich fundiert der Fehlstellungen in der Agrarindustrie an und bringt Veränderung auf den Weg. Gemeinsam mit dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft fordert es ab sofort:

  • Sofortiges Verbot der am stärksten verbreiteten Pestizid-Wirkstoffe.
    Das betrifft Glyphosat, Prosulfocarb, Pendimethalin, Terbuthylazin und S-Metolachlor.
  • Entschädigung von Bio-Betrieben durch Pestizideinträge.
    Bisher müssen Bio-Landwirt*innen oder Verarbeitungsbetriebe die Kosten für die Abgrenzung und Schäden durch Pestizid-Verunreinigungen selbst tragen. Das schlägt sich auch auf die Preise für Bio-Produkte nieder. Ein Entschädigungsfonds, in den die Chemieindustrie einzahlt, wäre gerechter und würde in die richtige Richtung steuern: Hin zu mehr Bio.
  • Reform der Zulassungsverfahren für Pestizide.
    Die Verbreitung von Wirkstoffen durch die Luft muss vor der Zulassung in realistischen Experimenten gemessen und danach kontinuierlich beobachtet werden.

Unsere Atemluft geht uns alle etwas an, und eine grundlegende Wende in Sachen Pestizide muss her. Die Akteur*innen der Studie sind sich einig:
Mit Hilfe einer Mischung aus Verboten, der Forschung an Alternativen und ökonomischen Anreizen ist ein Ausstieg aus dem Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide in der Landwirtschaft möglich.

Das fordert auch die europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“. Wir haben bereits unterzeichnet: kartoffelkombinat.de/bienenundbauern.

Ein gute Zusammenfassung der Studie und Einblicke in die Arbeit der Forscher*innen findet Ihr in diesem Video. Weitere Infos zur Studie und weiterführende Links gibt’s hier

 

CoNnY’s KoChStUdIo: Chutney aus grünen Tomaten

Der Herbst ist da – und damit die Tomatensaison leider vorbei. Die restlich verbliebenen Tomaten werden bei den kühlen Temperaturen und der früher einsetzenden Dunkelheit leider nicht mehr reif. Doch bevor die grünen Tomaten auf den Kompost wandern, packen wir sie kurzerhand in die Ernteanteile – denn Conny hat ein köstliches Rezept parat, wie aus den recht bitteren Früchten ein ganz feines Chutney entsteht und Ihr Euch so den Tomatensommer auch im Winter schmecken lassen könnt.

Doch Obacht: bei unreifen Tomaten ist generell Vorsicht geboten. Sie enthalten den giftigen Stoff Solanin. Das ist ganz typisch und kommt in den grünen Teilen von Nachtschattengewächsen vor. Solanin findet sich sowohl bei grünschaligen Kartoffeln, als auch im grünen, holzigen Stielansatz bei reifen Tomaten. Deshalb schneidet man den auch weg. 

Ab einem Verzehr von 2 bis 3 unreifen Tomaten kann es bei empfindlichen Menschen bereits zu Beschwerden, wie z.B. Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen kommen. Doch da unreife Tomaten recht bitter schmecken, kommt kaum jemand auf die Idee, soviel davon zu verputzen. 

Das Chutney aus grünen Tomaten wird deshalb auch nur in kleinen Mengen als kulinarisches i-Tüpfelchen zu Curry oder bspw. Weichkäse gereicht. Ein richtiges Schmankerl also. Denn auch durch die lange Kochzeit der grünen Tomaten wird das hitzestabile Solanin nicht abgebaut.

Wie Ihr das feine Chutney aus unseren grünen Tomaten herstellt, zeigen wir Euch in unserem kleinen Film – direkt aus Conny’s Kochstudio mit Daniel als Küchenassistenz inkl. Rezept. Klickt Euch rein unter: www.kartoffelkombinat.de/tomatenchutney.

Viel Spaß beim Gucken und vor allem beim Nachkochen – es lohnt sich!

Für alle zum Nachlesen hier das Rezept inkl. Zubereitung

  • 1 kg grüne Tomaten, grob geschnitten
  • 200 g Zwiebeln, fein geschnitten
  • 12 g Salz
  • 400 ml Apfelessig
  • 200 g brauner Zucker 100 g Rosinen
  • 10 g Pfeffer, gemahlen

Vorbereitung am Vortag: Zwiebeln in dünne Scheiben und Tomaten in grobe Stücke schneiden. In einer Schüssel mit Salz vermengen und über Nacht zugedeckt stehen lassen. Dieser Schritt wird einiges an Tomatensaft herausziehen, die Kochzeit verkür- zen und den Geschmack verbessern.

Step 2: Am nächsten Tag Essig und Zucker bei mittlerer Hitze in einem großen Topf erwärmen, bis der Zucker aufgelöst ist. Dann zum Kochen bringen.

Step 3: Die Rosinen/Sultaninen grob schneiden und in den Topf dazu geben – das Ganze leicht aufkochen.

Step 4: Den Tomaten-Zwiebel-Mix vom Vortag sanft mit den Händen auspressen, um den Saft herauszudrücken und dann ab damit in den Topf (ohne Saft). Pfeffer dazu ge- ben, alles gut vermengen und die ganze Masse leicht aufkochen lassen.

Step 5: Nun nur noch hin und wieder umrühren. Das Chutney sollte dickflüssig sein – am besten macht Ihr den Löffeltest: Kochlöffel über den Boden des Topfes ziehen – wenn das Chutney nicht sofort wieder zusammen rinnt, ist es fertig. Das dauert ca. 1-1,5 Std. Nun das Chutney in heiß ausgespülte Gläser füllen, fest zuschrauben und auf dem Kopf gestellt auskühlen lassen.

Wir freuen uns über Feedback und weitere köstliche Rezeptideen. Wie immer könnt Ihr diese gerne im Forum unter www.kartoffelkombinat.de/rezepte teilen.