Was lange währt, wird endlich… dicht! Nach frostigen Zwangspausen und unfreiwilligen Tauchgängen ist das riesige Loch in Spielberg nun bereit für den nächsten großen Schritt. Wir blicken zurück auf unsere Klima-Investitionen und rufen zum gemeinsamen Anpacken auf.
Ein Trio für die Zukunft
Erinnert Ihr Euch noch an den Aufruf zur Finanzierung unserer drei großen Säulen für eine zukunftsfähige Gärtnerei?. Das Ziel war klar: Wir wollen nahezu wasser- und energieautark werden, um uns von steigenden Preisen und fossilen Ressourcen unabhängig zu machen.
Zwei Drittel dieses Weges haben wir bereits mit Bravour gemeistert:
Die Photovoltaik-Anlage: Mit 150 kWh auf unseren Dächern und dem 90 kWh-Batteriespeicher produzieren wir unseren Strom jetzt selbst. So decken wir den Strom für unseren täglichen Bedarf und die Wasserpumpen genau dann ab, wenn die Sonne am meisten Energie liefert.
Die energetische Sanierung: Unser Bestandsgebäude ist nun ein „Effizienzhaus 40“. Dank modernster Dämmung und einer Wärmepumpe haben wir der alten Ölheizung endgültig Lebewohl gesagt. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern verbessert auch massiv die Arbeitsbedingungen für unser Team vor Ort.
Das Sorgenkind: 25.000 Badewannen voller Arbeit
Das dritte Projekt, unser Regenwasserbecken, hat uns gärtnerisch und logistisch alles abverlangt. Die Notwendigkeit ist drängender denn je: Da unser Grundwasserbrunnen seit 2019 leer ist, mussten wir den Gießwasserbedarf bisher teuer mit kommunalem Leitungswasser decken. Das Becken soll künftig 5.000 Kubikmeter Regenwasser fassen, um unsere Felder und Gewächshäuser nachhaltig zu versorgen.
Der Weg dahin war ein echter Krimi:
Der Frost-Stopp: Die eisigen Tage machten den Boden steinhart – an Baggern war lange Zeit nicht zu denken.
Die Schmelzwasser-Ironie: Kaum taute es, zeigte das Becken zwar, was es kann, und füllte sich prompt mit Regen- und Schmelzwasser. Das Problem: Die Abdichtung fehlte noch!
Die Leerpump-Aktion: Mit hohem Aufwand mussten wir das Wasser wieder abpumpen, um die Erdarbeiten am nackten Boden abschließen zu können.
Jetzt seid Ihr gefragt: Hands-on für unser Wasser!
Nun ist das Loch fertig gebaggert und wartet auf seine „Haut“. Damit das gesammelte Wasser auch wirklich dort bleibt, wo wir es brauchen, müssen nun die massiven Abdichtmatten ausgelegt werden.
Das ist der Moment, in dem wir als Genossenschaft zeigen können, was wir unter „gemeinschaftlich getragen“ verstehen. Getreu dem Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele“.
Wir brauchen Eure Muskelkraft!
Wer hat Lust, einen Tag in Spielberg mit anzupacken, Matten zu rücken und dieses Herzstück unserer Bewässerung fertigzustellen? Es ist die perfekte Gelegenheit, Eure Gärtnerei mal aus einer ganz anderen Perspektive (nämlich von der Sohle des Beckens aus) zu sehen.
Interesse? Meldet Euch direkt über die Community oder per E-Mail an uns. Gemeinsam sichern wir die Wasserverfügbarkeit für unsere zukünftigen Ernteanteile