Spielberg im Wandel: Unser großer Foto-Rückblick 

Hinter uns liegen unglaublich intensive und spannende Wochen in der Gärtnerei. Zwischen unberechenbarem Frühlingswetter und dem großen Wechsel von den Winter- zu den Sommerkulturen hat das Spielberg-Team einiges gewuppt. Schnappt euch einen Kaffee – wir nehmen euch mit auf eine visuelle Reise über unsere Felder!

 

1. Frühlingsenergie im Gewächshaus: Blüten, Gurken & Tomaten-Wellness

Im Gewächshaus herrscht aktuell pure Aufbruchstimmung:
Alles wächst, gedeiht und stellt sich in Rekordzeit auf Sommer um.
 
  • Tomaten im Glück: Unsere Tomatenpflanzen haben einen riesigen Schub hingelegt und zeigen ihre ersten gelben Blüten. Damit daraus ab Juli saftige Früchte werden, summen bereits fleißig die Hummeln zur Bestäubung durch die Reihen.

  • Der Spielberg-Kreislauf: Um den Pflanzen beste Bedingungen zu bieten, mulchen wir sie mit unserer eigenen, fermentierten Kleegras-Silage vom Vorjahr. Sie beschattet den Boden und hindert Unkräuter am Keimen. Die Beete bleiben „sauber“ – das bedeutet, keine lästigen Beikräuter stören unsere Tomaten. Zudem hält sie den Boden feucht und spart enorm viel Gießwasser.

  • Zuwachs im Gewächshaus 1: Wo über den Winter noch der treue Spinat stand, sind frisch gelieferte Mini-Gurken und Chilis eingezogen. In wenigen Wochen herrscht hier echter Dschungel-Look

2. Unsere eigene Kleegras-Silage

Um unseren Kulturen im Gewächshaus – wie den Tomaten – die besten Bedingungen zu bieten, setzen wir auf ein echtes Spielberg-Eigengewächs: unsere eigene Silage.

  • Von der Wiese auf die Beete: Auf unseren Freilandflächen bauen wir zur Bodenregeneration eine Mischung aus Klee und Gras an. Letztes Jahr haben wir diesen Aufwuchs geerntet und luftdicht verpackt.

  • Fermentation statt Unkraut: Durch den Luftabschluss fermentiert das Kleegras. Dadurch wird es extrem lange haltbar und unerwünschte Unkrautsamen verlieren komplett ihre Keimfähigkeit.

  • Das Multitool für den Boden: Wir verteilen eine etwa 10 cm dicke Schicht dieser Silage auf den Tomatenbeeten. Sie beschattet den Boden und hindert Unkräuter am Keimen. Die Beete bleiben „sauber“ – das bedeutet, keine lästigen Beikräuter stören unsere Tomaten. Zudem hält sie die Feuchtigkeit perfekt im Boden und spart viel Gießwasser.

3. Freiland: Der mechanische Kartoffel-Krimi

Wer denkt, Kartoffeln machen sich von alleine unter der Erde, verpasst den spannendsten Teil bei uns auf dem Acker: das mechanische Wettrennen gegen das Unkraut.

  • Striegeln im Fadenstadium: Unsere gärtnerische Geheimwaffe! Die unerwünschten Beikräuter befanden sich gerade im sogenannten Fadenstadium – sie sind also noch winzige, fadenförmige Unkrautkeimlinge. Weil die Erde vom letzten Regen noch leicht feucht war, hatten wir ideale Bedingungen, um mit unserem 3-Meter-Striegel auf das Feld zu fahren. Dabei werden die Unkräuter von den federnd gelagerten Striegelzinken einfach entwurzelt und verschüttet. Das Geniale daran: Diese rein mechanische Maßnahme verbraucht extrem wenig Energie und hat eine riesige Flächenleistung, weil wir trotz der großen Arbeitsbreite ziemlich zügig über den Acker flitzen können.

  • Das gärtnerische Fingerspitzengefühl: Ganz ohne Risiko ist die Nummer aber nicht. Am Traktor ist absolute Achtsamkeit gefragt: Der Zinkendruck des Striegels muss extrem behutsam eingestellt werden. Ist er zu fest, verletzen wir die wertvollen Kartoffelkeime, die sich jetzt noch unsichtbar unter der Erde entwickeln.

  • Dämme wieder aufhäufeln: Ein logischer Nebeneffekt beim Abstriegeln ist, dass die Kartoffeldämme durch die Zinken leicht abgeflacht werden. Deshalb ging es direkt im Anschluss mit dem Dammhäufler aufs Feld, um die Dämme wieder in ihre markante Form aufzubauen. Das hat gleich einen doppelten Nutzen: Die Dämme schützen die Knollen, und durch das erneute Aufwerfen der Erde werden nachkeimende Unkräuter ein zweites Mal verschüttet. So verschaffen wir unseren Kartoffeln den nötigen Wachstumsvorsprung, den sie brauchen, um groß, stark und gesund zu gedeihen.

Kartoffelkeime nach dem Striegeln
Striegel mit 3m Breite
Kartoffelkeime aus der Nähe
Traktor mit Striegel

4. Präzise Handarbeit & Maschinen-Premiere auf dem Acker

Das unbeständige Wetter der letzten Wochen hat unserem Freiland-Team einiges an Flexibilität abverlangt. Hier mussten wir die Kürbis-Themen ganz genau aufteilen:

Der Start im Boden: Die Aussaat

Parallel zu den Feldarbeiten haben wir die Samen für die Rote Bete und einen Teil der Kürbisse direkt in die Erde gebracht. Ein wunderbarer Moment, wenn die Sämaschine die Bahnen zieht und die neue Generation startet.

Wärmeschutz & Maschinen-Premiere: Die Pflanzung

Ganz anders lief es bei den Kürbis-Jungpflanzen und den verwandten Zucchinis. Weil es nachts oft unter 5 °C abkühlte, mussten die tropischen Gewächse auf dem Jungpflanzenplatz unter einer Doppelvliesdecke kuscheln. Erst diese Woche ging es endlich aufs Feld – und das mit einer echten Premiere: Zum ersten Mal haben wir sie mit unserer Pflanzmaschine gesetzt!

Wir probieren dabei ein neues Verfahren aus: Der Mulch kommt erst in ein paar Wochen drauf. Ohne die isolierende Mulchdecke kann die Frühlingssonne den nackten Boden jetzt viel schneller erwärmen, was den Pflanzen einen echten Kick für den Start gibt.

Kürbis Aussat

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