Daniel Überall

Gründer und Vorstand im Kartoffelkombinat

Was hast du vor dem Kartoffelkombinat gemacht?
Retrospektiv betrachtet, würde ich sagen: für’s Kartoffelkombinat trainiert. In der Tat fiel  das Kombinat nicht einfach so vom Himmel, sondern ist letztlich das Ergebnis von 20 Jahren Berufs- und Lebensweg.

Was ist deine Aufgabe im Kartoffelkombinat?
In der Gründungsphase haben sich Simon und ich um alles gekümmert. Im Zuge des Wachstums der Genossenschaft und des Teams konnten wir uns die Arbeitsfelder dann irgendwann aufteilen. Bei mir liegen die Bereiche Kommunikation, Finanzen, sowie Verwaltung & Personal – die Strategie machen wir nach wie vor gemeinsam. Aber eigentlich ist man als Vorstand die meiste Zeit eine Mischung aus Hausmeister und Feuerwehr.

Was machst du, wenn du nicht im Kartoffelkombinat arbeitest?
In der Hälfte meiner Zeit baue ich das KK auf und in der anderen Zeit bin ich im Vorstand der anstiftung. Diese Stiftung fördert, vernetzt und erforscht Räume und Netzwerke des Selbermachens. Dazu gehören Freiräume und Infrastrukturen wie interkulturelle und urbane Gemeinschaftsgärten, Offene Werkstätten, Reparatur-Initiativen, Open-Source-Projekte ebenso wie Initiativen zur Belebung von Nachbarschaften oder Interventionen im öffentlichen Raum. Der Stiftungsarbeit liegt ein postmaterielles Verständnis von Wohlstand zugrunde, das Lebensqualität nicht auf Warenvielfalt reduziert. Beide Tätigkeiten ergänzen und inspirieren sich gegenseitig wunderbar, lassen darüber hinaus aber keine Zeit mehr für viel anderes.

Was war dein ursprünglicher Berufswunsch?
Ziemlich lange wollte ich Chirurg werden, hab das dann aber irgendwann aus den Augen verloren. Ist wahrscheinlich auch besser für alle. 🙂

Was ist dein Lieblingsgemüse?
Marzipankartoffeln natürlich.

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