Der Februar ist oft grau, kalt und gefühlt ein bisschen zäh. Die Euphorie des Jahresanfangs ist verflogen, der Frühling noch ein Stück weg.
Umso mehr wollen wir diesen Monat im Kartoffelkombinat auch dieses Jahr wieder zu etwas Besonderem machen – mit unserem frei erfundenen Friendly February.
Die Idee ist einfach und zugleich kraftvoll: einen Monat lang bewusst freundlich sein. Nicht perfekt, nicht aufgesetzt und nicht übermenschlich, sondern achtsam, ehrlich und alltagstauglich.
Freundlichkeit ist kein „Nice-to-have“. Sie ist eine Haltung, die Beziehungen verändert, Spannungen löst und manchmal ganze Situationen kippen lässt. Und sie beginnt nicht irgendwo „da draußen“, sondern bei uns selbst: im Alltag, in der Familie, am Arbeitsplatz, im Kontakt mit Fremden. Die Welt ist hart genug – voller Krisen, Unsicherheiten und rauer Töne. Umso wichtiger ist es, sich daran zu erinnern, dass wir selbst Teil dieser Welt sind.
Ähnlich wie beim bekannten Satz „Du stehst nicht im Stau, Du bist der Stau“ gilt auch hier: Wir prägen die Gesellschaft, in der wir leben. Mit jedem Wort, jeder Geste, jeder Reaktion. Freundlichkeit ist ansteckend – genauso wie Unfreundlichkeit.
Der Friendly February ist keine Challenge mit Punkteliste, kein Selbstoptimierungsprojekt und kein moralischer Zeigefinger. Er ist eine Einladung zum bewussten Wahrnehmen und zum Ausprobieren.
Es geht nicht darum, immer nett zu sein oder eigene Grenzen zu übergehen. Sondern darum, an kleinen Stellen innezuhalten und sich zu fragen: Wie möchte ich dieser Situation begegnen?
Oft reichen schon kleine Gesten, um etwas zu verschieben – in uns selbst und bei anderen.
Zum Beispiel:
Bewusst zuhören, ohne sofort zu antworten, zu bewerten oder Lösungen parat zu haben. Einfach da sein, nachfragen und dem Gegenüber Raum geben.
Freundlich bleiben, wo es schwerfällt: an der Kasse, im Straßenverkehr, in angespannten Arbeitssituationen. Ein Lächeln, ein Danke, ein kurzer Moment Geduld können erstaunlich viel verändern.
Anerkennung aussprechen, wo sie sonst unausgesprochen bleibt – in der Familie, im Team, unter Nachbar*innen. Ein ehrliches „Das hast Du toll gemacht“ oder „Danke für Deinen Einsatz“ wirkt oft länger nach, als wir denken.
Freundlich mit sich selbst sein: Pausen zulassen, Fehler verzeihen, nicht alles schaffen müssen. Auch das gehört zu einer freundlichen Gesellschaft – denn wie wir mit uns selbst umgehen, strahlt nach außen.
Vielleicht verändert der Friendly February nicht die ganze Welt. Aber er kann unseren Alltag heller machen, Begegnungen leichter und das Miteinander ein kleines Stück wärmer. Lasst es uns gemeinsam ausprobieren – einen Monat lang, Schritt für Schritt.