Einladung zum Hoffest am 26.05.

Am Samstag, den 26.05., wollen wir alle zusammen auf dem Gelände der Gärtnerei in Eschenried feiern! Zum einen den Abschluss der Testphase, das es das Kartoffelkombinat gibt und je nachdem, was es vielleicht sonst noch so zu feiern gibt.

Kartoffelkombinat-Gärtnerei

Kartoffelkombinat-Gärtnerei

Hierzu werden wir ab 15 Uhr über den Gärtnerbetrieb führen und anschließend gibt es Kaffee,  Kuchen und sicherlich auch tolle Gespräche mit allen die an diesem Tag vorbeikommen möchten.

Zum Sonnenuntergang entzünden wir noch ein Lagerfeuer, so kann der Tag  bei Grillkartoffeln und kühlem Bier oder kräftigem Rotwein ausklingen.

Bitte gebt uns für unsere Planung möglichst bald per Mail an info@kartoffelkombinat.de Bescheid, ob und mit wie vielen Personen Ihr kommen könnt.

Wann: Samstag, 26.05., ab 15 Uhr
Wo: Naturland-Gärtnerei Siegfried Klein, Münchner Straße 28, 85232 Bergkirchen


Größere Kartenansicht

Anfahrt:

  • Öffentlich mit S-Bahn nach Gröbenzell und dann weiter mit dem”Bergkirchen-Mobil” –> dort bitte 30 Minuten vorher anrufen
  • Öffentlich mit S-Bahn nach Karlsfeld und dann weiter mit unserem Abholservice, wir werden einen “Mini-Shuttle” zu folgenden Zeiten organisieren:
    - für die S-Bahn Ankunft 14.18 Uhr
    - für die S-Bahn Ankunft 14.38 Uhr
    –> da die Plätze begrenzt sind, schreibt bitte in die Antwortmail, wenn/wann Ihr abgeholt werden möchtet
  • mit dem Fahrrad (kann natürlich auch mit der S-Bahn kombiniert werden)
    –> in der Antwortmail mitangeben, wir schicken Euch eine Anfahrtsbeschreibung
  • mit dem Auto (siehe Karte oben)

Wichtig: Bitte bringt Glas, Teller und Besteck selbst mit – wir würden uns über 5€/Person als Unkostenbeitrag freuen.

Bis Samstag
Simon & Daniel

Mitten drin in der zweiten Woche

Anbei ein Foto von dieser Woche:

Ausschussware

Ausschussware?

Normalerweise Ausschuss, der niemals eine Handelsklasse erreicht hätte. Also Ausschussware? – nicht bei uns im Kartoffelkombinat! Wir denken nicht in Handelsklassen, sondern in den Dimensionen Geschmack, Frische, Regionalität und Komplettverwendnung der Ernte.

Der Feiertag teilt unsere zweite Erntewoche, diejenigen, die gestern schon Ihren Ernteanteil bekommen haben, können sich bereits an den Köstlichkeiten erfreuen, die anderen werden morgen versorgt und vielleicht geht es ihnen wie Corinna:

Meine erste Gemüsekiste

Als ich letzte Woche Donnerstag nach Hause kam, konnte ich es kaum erwarten, meine Kartoffelkombinat-Gemüsekiste zu inspizieren. Was wird es heute Abend wohl zu essen geben…?

Die erste eigene Gemüsekiste, das ist schon was Besonderes. Uns so hatte ich zur Feier des Tages auch gleich Kumpel Manni zum Überraschungskochen eingeladen. „Nee, mitbringen brauchste nichts. Ich weiß ja selbst nicht, was in der Kiste ist.“

Wow, das Brot riecht toll und sieht so lecker aus. Dazu frischen Eichblattsalat und knackigen Radi? Aber eigentlich haben wir auch Lust auf was Warmes. Bratkartoffeln? Hmm… das würde jetzt zu lange dauern, bis die fertig sind. Wir haben ja schließlich Hunger. Außerdem halten die Kartoffeln am längsten und ich bin dieses Wochenende nicht in München. Am besten machen wir daher etwas, das nicht so lange hält.

Am Ende entscheiden wir uns für Nudelpfanne mit Spinat. Zum Glück weiß Manni auch ohne Kochbuch bzw. Google, wie man frischen Spinat zubereitet. Mein Spinat kam bisher nämlich – ich gebe es ja zu – immer aus dem Tiefkühlfach. Doch mit den großen Blättern aus der Kiste kann dieser einfach nicht mithalten. Das Essen schmeckt so gut, dass nichts mehr davon übrig bleibt.

Zum Nachtisch lassen wir es uns nicht nehmen, noch etwas von dem Brot zu probieren… herrlich!

Was ist eigentlich Solidarische Landwirtschaft?

In dem Text über uns haben wir in aller Kürze dargestellt, was unser Ziel ist: der Aufbau einer Struktur für Solidarische Landwirtschaft in München. Ergänzend hierzu möchten wir Euch einen guten Beitrag auf dem Blog unkontrollierbar.organisch empfehlen, der gut verständlich erläutert was eine “Solawi” eigentlich ausmacht. Den sehr sympathischen Macher des genannten Beispiels, Peter Laßnig vom Gärtnerhof Ochsenherz bei Wien, haben wir neulich am Tempelhof getroffen – Küss die Hand und Grüße nach Österreich.

Kartoffelkombinat: Das Projekt beginnt

Corinna hat uns einen Text über die erste Testwoche geschickt, den wir Euch nicht vorenthalten möchten:

So kann es nicht weiter gehen! Daran muss sich etwas ändern! Ich muss etwas ändern!“,…geht es mir durch den Kopf, als ich mir im Hebst letzten Jahres zusammen mit Freunden den Film ‘Taste the Waste‘ im Kino ansehe. „Bereits bei der Kartoffelernte werden 40 bis 50 Prozent der Kartoffeln aussortiert, nur weil sie nicht dem Schönheitsideal entsprechen? Scanner kontrollieren, ob Tomaten die richtige Farbe haben, um im Handel statt im Müll zu landen? Ich werde nur noch krumme Zucchini kaufen!“ Na ja, nur dass es die eben gar nicht erst im Supermarkt gibt …

Doch der Firm zeigt auch Beispiele, wie man gegen die Lebensmittelverschwendung angehen kann. Von den Mülltauchern bin ich zwar angetan, kann mir aber nicht vorstellen, selbst in die großen Mülltonnen im Hinterhof von Edeka, Rewe und Co. zu steigen, um mir dort mein Mittagessen zu sichern. Besonders ansprechend finde ich dagegen die Idee, Anteilseigner bei einer Biofarm zu werden und meinen Ernteanteil an einem bestimmten Ort in meiner Stadt abzuholen. Blöd nur, dass ich in München wohne, wo eine derartige Community Supported Agriculture (CSA) noch nicht existiert. Bleibt noch die eigene Idee mit dem Pachten eines Krautgartens, die dann aber leider aus Zeitmangel wieder verworfen werden muss.

Nur wenige Tage nach meinem Kinobesuch stoße ich in Jeremy Rifkins Buch „Die dritte industrielle Revolution“ wieder auf das CSA-Geschäftsmodell. „Seine wachsende Beliebtheit reflektiert ein zunehmendes Verbraucherbewusstsein, das auch die Einsicht einschließt, die eigene Klimabilanz verbessern zu müssen. Man erreicht das durch die Eliminierung petrochemischer Kunstdünger und Pestizide und den Wegfall der beim Transport von Nahrungsmitteln über Ozeane und Kontinente anfallenden CO2-Emissionen. (…) Wie so viele andere neue, kollaborative Praktiken, die sich in allen gewerblichen Sektoren ausbreiten, kann diese neue laterale Wirtschaftlichkeit dem traditionellen, zentralisierten Ansatz – dem Aufbau riesiger Unternehmen mit vertikalen Größenvorteilen und hierarchisch organisierter Geschäftstätigkeit – durchaus Paroli bieten“, so der Autor.

Ich finde es wird Zeit, dass es eine CSA auch in München gibt!

Hallo zusammen, hier könnt Ihr mein neues Projekt verfolgen“, lese ich ein paar Wochen später auf meiner Startseite bei Facebook. Absender ist Freund Simon. Ich folge dem Link und bin platt. Sofort steht für mich fest: Ich bin dabei!

Ich möchte Mitglied des Kartoffelkombinats  werden und damit Anteilseigner von frischem, regionalem, saisonalem Ökogemüse, bei dem es auf den Geschmack ankommt und nicht auf Form, Farbe oder Gewicht.

Und heute ist es nun soweit. Die Testphase beginnt und ich bin gespannt und freue mich auf die erste Lebensmittelkiste, die zu Hause auf mich wartet.

Einen guten Appetit wünscht
Corinna

Liebe Corinna, vielen Dank für die Schilderung und schön, dass Du mit dabei bist :-)

Die erste Woche der Testphase ist geschafft

Vor etwa 5 Monaten beschlossen wir kurzerhand: „des mach ma jetzt einfach“. Und diese Woche war es soweit, die Haushalte der Testphase hielten die erste Ernte des Kartoffelkombinats in Händen. Zum Start gibt‘s Brot und Gemüse.

Ok, noch sind natürlich noch nicht 100% aus eigenem Anbau und wir brauchen die Unterstützung von befreundeten Betrieben, aber immerhin ist es ein erster Schritt. In dieser Phase möchten wir unsere Logistik und die Arbeitsabläufe testen, den potentiellen Genossen mehr über das Konzept erzählen und auch die Mengen pro Ernteanteil ausprobieren.

Bei der Verteilung haben sich Simon und Konrad selbst übertroffen – alleine die improvisierte Kühlung ist eine Schau:

Gründung, der “Taste the Waste”-Valentin und die Testphase

Leute, Leute … das ist aber auch eine verzwickte Sache mit der Zeit und der Berichterstattung. So viel ist passiert und so wenig haben wir darüber berichtet und auch jetzt fassen wir uns kurz.

Also, die Gründungsversammlung unserer Genossenschaft hat letzte Woche am Montag stattgefunden, seit dem sind Simon und ich sehr glücklich und stolz ein wirklich tolles Team zu haben, dessen Mitglieder nicht nur inspiriert sind, sondern wirklich etwas anschieben möchten. Vielleicht leiden wir an größenwahnsinniger Selbstüberschätzung, doch es lässt sich bereits jetzt erahnen: das Kartoffelkombinat wird gut!

Mehr zur Gründung und den tollen Leuten um uns herum, gibt es demnächst, denn jetzt müssen wir Euch noch von einer Begegnung mit Valentin von Thurn erzählen. Seinen Film “Taste the Waste” hatten wir Euch hier wärmstens empfohlen, da er letztlich einer der Schlüsselimpulse für den Start des Kombinats war. Um so geehrter fühlten wir uns, als Valentin von sich aus auf uns zu kam, um mehr über uns und das Projekt zu erfahren. Nach einem ersten Telefonat war klar, wir sind auf einer Wellenlänge und er möchte eventuell einen Bericht über uns machen. So verbrachten wir einen gemeinsamen Vormittag bei Sigi, sprachen viel über die Vorüberlegungen und Hintergründe unserer kleinen solidarischen Landwirtschaft und die vielen Ideen, welche wir noch umsetzen wollen werden. Ein paar Impressionen von unserem Treffen haben wir bei Facebook festgehalten und einfach eine Minute aus dem Stehgreif auf Film festgehalten:

Damit’s jetzt – wie einleitend geschrieben – nicht zu lang wird, berichten wir Euch morgen von dem Start der Testphase gestern … also dann vorgestern, weil heute morgen ja dann gestern ist … wie auch immer – hier schon mal ein Foto zur Einstimmung:

Preisfrage: Was ist das?

Preisfrage: Was ist das?

Besuch bei Martin Ludwig, einem Apfelbauern

Gestern waren wir mit Sack und Pack unseren Familien in der Nähe von Wasserburg und haben den Martl, einen Apfelbauern besucht:

 

Nix is fix – das Kartoffelkombinat im Wandel

Wieder einmal bestätigt sich der Satz: “Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung” – denn wir müssen leider ohne die Gärtnerei in Fahrenzhausen weitermachen.

Aurelia, die einige von Euch auf unserer ersten Veranstaltung kennengelernen haben, hat sich aus persönlichen Gründen für eine Festanstellung im Franziskuswerk Schönbrunn entschieden. Wie Ihr Euch vorstellen könnt, haben wir darum die letzten Wochen mit anderen organisatorischen Dingen verbracht, als wir ursprünglich dachten. Denn galt es doch abzuwägen, ob wir die Gärtnerei irgendwie erhalten können und wie wir trotz der Veränderung die in Kürze startende Testphase gestalten. Aber egal wie wir es drehen und wenden, ohne fachlich kompetente Betriebsleitung und ohne die finanziellen Mittel um den Betrieb bereits jetzt als Pächter zu übernehmen, sehen für 2012 keinen Möglichkeit das Kartoffelkombinat dort stattfinden zu lassen. Wir bedauern sehr, dass unser geplantes Hauptquartier in Fahrenzhausen damit nicht weiter aufgebaut werden kann. Aurelia und ihrer Familie wünschen wir für den neuen Weg alles erdenklich Gute und freuen uns, mit Euch so herzliche Menschen getroffen zu haben!

So, da das Thema jetzt geklärt ist – geben wir also in “unserer” anderen Gärtnerei Vollgas. Auf nach Eschenried! Unser Gärtner, der Sigi wartet schon und steht in den Startlöchern.

Sigi beim Radieschenernten

Sigi beim Radieschenernten

Und das ist gut so, denn ursprünglich wollten wir die Testphase mit nur 20 Haushalten durchführen. Doch die Resonanz ist bislang so gut, dass wir unsere Logistik-Generalprobe verdoppeln und mit ca. 40 Haushalten starten werden. Auf der einen Seite freut uns das sehr, zeigt es doch, dass wir mit dem Kartoffelkombinat wirklich etwas aufbauen, was die Menschen bewegen wird – auf der anderen Seite möchten wir natürlich auch nicht zu schnell wachsen, wenn dies bedeutet, keine Zeit für den Aufbau von soliden, sinnvollen Strukturen und Abläufen zu haben.

Über den dreiwöchigen Testlauf im Mai werden natürlich ausführlich berichten. Und sobald dieser erst Belastungstest bestanden ist, sind wir froh um jeden weiteren Haushalt, der sich uns anschließen möchte! Bei Interesse könnte ihr euch gerne schon heute melden und euer Interesse bekunden!

Und noch etwas Weiteres ist nicht fix – unser Layout. Nach einer kurzen Umfrage auf Facebook und vielen positiven Rüclmeldungen, haben wir das provisorische Design von der Miro überarbeiten lassen und sind ab heute im neuen Gewand unterwegs.

Filmtipp: surviving progress

Neulich hatte ich auf einem Kongress das große Vergnügen, Prof. Dr. Niko Paech zu treffen. Mich inspirieren solche Begegnungen, denn hierbei werden meine Koordinaten wieder neu geeicht. Die Fragen, die mich dann umtreiben sind nicht die kleinen Optimierungen im Alltag, sondern die Perspektiven, die wir als Gesellschaft haben bzw. die Veränderungen, die wir bereit sind voranzutreiben.

Ralf, der Inhaber einer Münchner Filmproduktion (mit dem ich in den letzten Wochen viel über sinnvolle und weniger sinnvolle Produkte, Projekte und Kunden diskutiert habe), schickte mir passend dazu einen Trailer:

Aktuell wird der Film auf diversen, weit entfernten, Festivals gezeigt. Weiß jemand, wann der Film hier zu sehen sein wird?