Unsere Würzl-Premiere

Letzten Samstag ging es rund. Auf der Würzl-Aktion Teil I wurden mithilfe von 20 Genoss*innen über 700 kg Gemüse zu einer feinen Paste verarbeitet. Es war in der Tat eine Premiere – nicht nur die Nutzung der Location, sondern auch die Zubereitung.

Die fixe, langgehegte Idee einer Würzpaste ist nun Wirklichkeit geworden. Am Wochenende wurden insgesamt über 1.700 Gläser mit unserem selbst hergestellten Würzl, bestehend aus Karotten, Petersilie, Petersilienwurzel, Sellerie, Lauch, Zwiebel und Salz in der Gastroküche des Gasthauses „Zur Post“ in Mittelstetten abgefüllt.

Die Paste dient als köstliche Grundlage für Suppen, Eintöpfe – gerade in der kalten Jahreszeit – und als geschmackliche Zugabe beim Kochen. 
Nach einem etwas holprigen Start in den Räumlichkeiten des Gasthauses haben wir unser Tagespensum gut bewältigt. An dieser Stelle auch herzlichen Dank an alle fleißigen Helfer*innen, die dabei waren. Die Wurstabfüllmaschine des Gasthauses wurde kurzerhand auf vegan „umgestellt“ und war eine sehr wertvolle Hilfe, die Paste in unsere Gläser zu pressen.

Genosse Erich hat durch seine Hobbyimkerei viel Erfahrung damit klebrige Masse hygienisch in saubere Gläser zu bekommen und wir damit schnell einen Abfüllmeister. Die Küche im Gasthaus hatte eigentlich geschlossen – aber als der Mittlestettner Chor zum Mittagessen vorbeikam, wurden die hungrigen Sänger*innen aus der, von der Würzl-Aktion in Beschlag, genommenen Küche schnell versorgt. Und staunten nicht schlecht, was da von unserer Genossenschaft mit ehrenamtlicher Unterstützung so produziert wird. Da fehlten ihnen glatt die Töne. ;-)


Wir freuen uns sehr über den Neuzugang des Würzl in unseren Winterkisten und sind gespannt über das Feedback aus der Genossenschaft. Es ist eine schöne Ergänzung in der Winterzeit – auch, da unsere Apfelmus-Aktion dieses Jahr leider nicht stattgefunden hat. Statt zu Apfelmus werden die eingeplanten Äpfel von den Aurachers zu Apfelchips (ohne Fett und Zucker) verarbeitet und der gesunde, fruchtige Snack ist so ebenfalls eine schöne Bereicherung unserer Kiste.

Nächsten Samstag geht’s weiter mit Teil II der Würzl-Aktion, damit jede*r Genoss*in auch 2 Mal ein Würzl-Glas im Ernteanteil mitgeliefert bekommt.

 

Mitgärtnern-Pause

Am Sonntag wurde ein letztes Mal tüchtig gewerkelt und u.a die alten Beete hinter den Pflanztischen beim Gewächshaus hergerichtet. Pflanzen und Bäumchen wurden entfernt, denn diese Flächen sollen im nächsten Jahr voraussichtlich genutzt werden – ob mit Blüh- oder Kulturpflanzungen bleibt jedoch noch zu besprechen.

Nach getaner Arbeit fand dann mit einem großen Holzwurm-Feuer (vom Wurm befallenes Holz, dass wir nicht mehr verwenden konnten) unsere diesjährige Mitgärtnern-Saison ihren feurigen Abschluss. Lieben Dank an die tolle und großartige Unterstützung aller fleißigen Genoss*innen und Helfer*innen die den Unkrautwucherungen standhielten, den Erntemassen nicht auswichen und sich von Wind und Wetter nicht abschrecken ließen.

Wir freuen uns auf eine gute Mitgärtnern-Saison 2020 mit Euch! 

Und wen die Sehnsucht ganz arg packt, der/die kann natürlich gerne jederzeit nach Spielberg kommen, die frische Luft genießen, über die eigene Gärtnerei spazieren und der Natur beim Tun zuschauen.

Köstlich aber hart erarbeitet

Diese Woche wandert wieder der Spinat in unsere Kisten. Frisch und lecker – köstlich als Beilage, im Salat, im Smoothie oder roh und pur. So lecker und groß die Freude über das grüne Blattgemüse ist, so langwierig und anstrengend ist die Spinat-Ernte – vor allem wenn der Mehltau sein Unwesen treibt.

Mehltau ist ein Pilz, der Pflanzen befällt. Dieser zeigt sich meist durch gelbe Flecken und danach durch einen weißlichen Belag, erkennbar auf der Blattoberfläche. Die Blätter verfärbe sich im Laufe des Befalls gelb bis braun, bis sie vertrocknen. Bei der Ernte werden diese vertrockneten Blättchen in mühevoller gründlicher Handarbeit weggezupft und aussortiert. Unser Gärtnerei-Team ist mit vollem Einsatz dabei. Hut ab für die Geduld (und ungemütliche Ernte-Körperhaltung ;-).

Übrigens: Den Mehltau behandeln wir nicht, sondern versuchen unsere Ernte noch vor dem allzustarken Befall in unsere Erntekisten zu befördern. Mehltau ist für den Verzehr nicht schädlich, die Blätter einfach wie gewohnt waschen.

 

Kartoffelkombinat-Infoabend 19.11.2019

Was das Kartoffelkombinat eigentlich ist, was wir genau machen und wie Du mitmachen kannst, findest Du auf dem nächsten – und für dieses Jahr – letzten Kartoffelkombinat-Infoabend heraus. Los geht’s am 19.11.2019 um 19 Uhr, wie immer in der Daiserstrasse 15, Rgb. in Sendling.

Daniel, Gründer und Vorstand im Kartoffelkombinat berichtet über die Beweggründe unserer Genossenschaft, spannende Hintergründe, interessante Aussichten und lustige Anekdoten. Der Infoabend ist für alle Interessierten offen. Wir freuen uns sehr über Neugierige mit oder ohne Begleitung. Snacks und Getränke gibt’s auf Spendenbasis 😉

Damit wir wissen, wieviele Stühle wir bereitstellen dürfen, tragt Euch bitte in unsere Liste ein: www.kartoffelkombinat.de/infoabend

Wann: Dienstag, den 19.11.2019, 19 Uhr
Wo: Kartoffelkombinat eG, Daiserstrasse 15, Rgb., 81371 München-Sendling

Ab durch’s Unkraut – Führung

Jetzt im Herbst lagern die Pflanzen Ihre Lebenssäfte in den Wurzeln ein, um im nächsten Frühling wieder auszutreiben. Neben kultivierten Gemüsesorten wächst auf unserer Gärtnerei auch jede Menge „Unkraut“, das wir kaum beachten. Diese „Unkräuter“ wollen wir uns gemeinsam genauer anschauen. Wir werden diverse „Unkräuter“ bestimmen, ihre Verwendungsmöglichkeiten in der Küche besprechen, etwas über ihre Heilwirkung lernen und die ein oder andere Pflanze bzw. Wurzel kosten.

Durchs „Unkraut“ führt Euch Genosse Gregor Baumert, bekannt aus dem Kartoffelkombinat Kinder-Sommercamp, gemeinsam mit Dr. Barbara Deubzer, Biologin, Pflanzenexpertin und Erlebnis-/Umwelt- und Wildnispädagogin (www.kinder-der-erde.de)

Wann: Sonntag, 27.10., 14:30 – 17:30 Uhr (Achtung: Zeitumstellung)
Wo: Kartoffelkombinat-Gärtnerei, Spielberg 3, 82281 Egenhofen
Spendenempfehlung: 15 € p.P., Kinder bis 14 Jahre frei
Anmeldung: www.kartoffelkombinat.de/unkraut

Neue Nachbarschaft!

Wir freuen uns, dass unsere Genoss*innen ab sofort an 2 neuen Verteilpunkten in Freimann und Gilching ihren wöchentlichen Ernteanteil mit regionalem, saisonalem und fair erzeugtem Bio-Gemüse aus unserer Gärtnerei abholen können. Damit beliefert das Kartoffelkombinat an 4 Tagen der Woche insgesamt fast 120 Verteilpunkte in und um München und versorgt so über 1.600 Mitglieder-Haushalte mit lokal produzierten Lebensmitteln.

Alle Infos zu den Kartoffelkombinat-Liefertgebieten findet Ihr hier.

43 Tonnen gelbe Knolle

Das Wetter war super, die Kartoffeln zahlreich und das Kartoffelkombinat-Team im Voll-Einsatz von früh bis spät. 43 Tonnen Kartoffeln haben wir Montag und Dienstag dieser Woche aus dem eigenen genossenschaftlichen Boden geholt und sind geschafft und glücklich, trotz etwas nach unten korrigierter Ertragszahl. Danke an die engagierten Genoss*innen für die Unterstützung und an das starke KK-Team! 

Montagmorgen um 08:30 Uhr ging’s los. Die Rodermaschine vom Richard Wirthmüller aus Odelzhausen (Bio-Kartoffelbauer) hat über den ganzen Montag verteilt unsere 4 Sorten Kartoffeln, die auf einer Fläche von ca. 1,8 ha in Spielberg angebaut wurden, aus dem Boden geholt. 

Das Team in Spielberg hat dabei die erste grobe Sortierung vorgenommen, bevor sich die Kartoffeln auf den Weg nach Odelzhausen machten und dort von Hand feinsortiert wurden. Vor allem faulige und großflächig (durch’s Roden) angeschnittene Knollen wurden aussortiert. Die Gefahr ist sonst groß, dass „verletzte“ Knollen faulig werden und andere Kartoffeln „anstecken“. Steine und Erdklumpen wurden ebenfalls per Hand ausgelesen. Grüne Kartoffeln werden als Futterkartoffeln weiter verwertet und wanderten in einen extra Behälter.

Auch die niedlichen Kartoffel-Enten sind nicht lagerfähig. Die Kartoffeln, die aussehen wie Quietschentchen, haben durch länger anhaltende Hitze und darauf folgende Feuchtigkeit den Drang verspürt, sich weiterzuvermehren und eine weitere Knolle ausgebildet. Da diese aber weniger Stärke enthält als der “dickere“ Teil der Kartoffel, kann sie schneller faulen und die ganze Knolle dahinraffen. Das Sortier-Team hat’s gefreut und die Kartoffel-Enten genug Abnehmer*innen gefunden. 

Vier Kartoffelsorten haben wir wieder zur Auswahl, damit es nicht langweilig wird mit der gelben Knolle. Ditta hat eine tiefgelbe Fleischfarbe und ist sehr robust im Anbau. Jelly ist eine wohlschmeckende Kartoffel mit feinem gelben Fleisch, leicht mehlig und leicht genetzter Schale. Allians ist vorwiegend festkochend mit sehr gelben Fleisch. Die letzte im Bunde ist die Agria, eher mehlig, gelbfleischig mit einem guten Kartoffelaroma. Sie hält sich im Lager am längsten. Ihr werdet sie also erst gegen Ende des Kartoffeljahres nächsten Frühsommer genießen können.

Hier ein paar Eindrücke der Kartoffelernte 2019:

             

Wir streiken!

Am Freitag, den 20.09. findet der globale Klimastreik statt. In München und vielen anderen Städten in Deutschland und weltweit gehen Menschen auf die Straße, um auf die Brisanz des Klimawandels aufmerksam zu machen.

Warum ist das wichtig?
Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York einer der wichtigsten UN Gipfel des Jahres vorbereitet wird, soll an diesem Tag der bislang größte globale Klimastreik stattfinden, um den Regierungen laut zuzurufen: „Setzt endlich um, was Ihr schon 1992 in Rio und 2002, 2006 und 2015 alles beschlossen habt! Handelt endlich, die Zeit läuft ab! Und je mehr Menschen das fordern, desto höher wird der Handlungsdruck auf die Regierungen. Allein in Deutschland werden am 20.09. in über 400 Städten und Gemeinden Veranstaltungen stattfinden.

Wer in München mitstreikt oder den Streik unterstützt, hat das zivilgesellschaftliche Bündnis „München muss Handeln“, dass sich mit 300 Unternehmen und Organisationen hinter die Klimaschutzforderungen der Fridays For Future stellt, hier kartiert: www.muenchen-muss-handeln.de/streik

Auch das Kartoffelkombinat wird am 20.09. streiken. Wir treffen uns um 11:45 Uhr auf dem Königsplatz am Pavillon von „München muss handeln“. Treffpunkt siehe auf unten stehender Map.

Wer zeitliche Kapazitäten hat und als Helfer*in für den Klima-Krisentstab von „München muss handeln“ z.B. Flyer verteilen kann, melde sich bitte umgehend per E-Mail bei Stephanie Hirn unter krisenstab@muenchen-muss-handeln.de.

Wer noch auf der Streikkarte von München muss handeln“ eingetragen werden möchte, schreibt bitte eine Mail an streik@muenchen-muss-handeln.de

Der Erdfloh frisst uns die Kohlblätter vom Kopf

Der Erdfloh treibt sein Unwesen in unseren Kohl-Kulturen. Die sehen aus wie Schweizer Käse – mit Löchern übersät (siehe aktuelles Bild vom Acker). Fast alle Betriebe in der Region klagen über diese hundsgemeine Plage. Vermutlich fällt für uns der komplette Grünkohl aus und wir hoffen, dass der Erdfloh zumindest die anderen Kohlsorten nicht so stark schädigt.

Die löchrige Blätteroptik würde bei uns nichts daran ändern, dass so ein Kohl auf den Tellern unserer Mitglieder landet. U. a. ist ja das der Sinn unseres Konzepts. Aber der fiese Schädling schädigt nicht nur die Blätter, sondern auch die Wurzeln. Die Pflanzen müssten derzeit bereits doppelt so groß sein, wachsen aber einfach nicht, wenn der Floh den Geschmack daran gefunden hat. Um den Kisteninhalt auszugleichen haben wir unser Zukaufsbudget schon strapaziert, sodass für den drohenden Kohlausfall im Herbst unsere Kompensationsmöglichkeiten beschränkt sein werden. Aber wir tun (und hoffen) das Beste. 

Dies ist jedoch auch ein gutes Beispiel, um zu sehen wie uns unser landwirtschaftliches Projekt durch die genossenschaftliche Organisation und die Gemeinschaft vor einem substanziellen finanziellen Verlust schützt. Andere Landwirte bleiben auf so einem Schaden sitzen und haben enorme (finanzielle) Verluste zu tragen. Zu unserem Facebook-Beitrag dazu inkl. interessantem Video zum Erdfloh und „unverkäuflichen” Kohlrabi geht’s hier entlang www.kartoffelkombinat.de/fb-erdfloh.