Kohlgemüse: Saisonale Vitamin-C-Quelle

Winterzeit ist Kohlzeit. Früher legte man im Herbst den Kohl ein, um ihn für die kalte und licht arme Zeit zu konservieren, in der die Vitamine dringend gebraucht wurden.

Heute ist das Einmachen von Gemüse wieder ein Trend: frisches Sauerkraut erlebt eine Renaissance und Fermentierworkshops haben großen Zulauf. Und das zurecht, denn das Kraut ist eine wahre Vitaminbombe! Weißkohl, Spitzkohl, Wirsing und Co. enthalten genau so viel Vitamin C wie Zitrusfrüchte. Nur der Grünkohl und die rote Paprika haben sogar einen noch höheren Vitamin-C-Gehalt. 

Nicht ohne Grund zählt der „Kale“, wie der Grünkohl in den USA genannt wird, als sogenanntes Superfood. Und tatsächlich gibt es im englischsprachigen Raum vielfältige Rezepte mit Grünkohl. Einer der Klassiker ist dabei der „Kale Salad“, ein einfacher Salat aus Grünkohl. Ihn gibt es in unzähligen Variationen und die Inhaltsstoffe bleiben durch die rohe Zubereitungsweise alle enthalten. Denn Grünkohl enthält neben sehr viel Vitamin C auch sekundäre Pflanzenstoffe, Kalium und sogar Proteine. Damit ist Grünkohl ein kalorienarmer Proteinlieferant.

Grünkohlsalat
Für den Salat aus Grünkohl braucht es nicht viel: ein paar frische Stängel Grünkohl und ein Dressing aus gutem Olivenöl, Zitronensaft, 1 Knoblauchzehe (wenn gewünscht), Salz und Pfeffer, Basta. Den Grünkohl hierzu gründlich waschen, die Blätter von den Stängeln ziehen, ganz junge Stängel könnt Ihr auch mitessen. Schön klein schneiden und am besten einmal mit der Salatschleuder trocknen. Das Dressing über den Grünkohl geben und „einmassieren“, vorzugsweise tatsächlich mit den Händen.

Diesen ganz einfachen Basissalat könnt Ihr dann noch ergänzen mit Toppings. Gebt zum Beispiel noch ein paar geröstete Pinienkerne, gehobelten Parmesan und Brotcroutons darauf, dann erinnert er etwas an Ceasarsalad. Oder Ihr gebt ein wenig Walnüsse und kleine Apfelstücke dazu. Hier könnt Ihr ganz nach Eurem Gusto garnieren. Um eine vollwertige Mahlzeit zu erhalten, ergänzt das Ganze noch mit Quinoa, Kichererbsen oder Bohnen. Viel Inspiration findet Ihr im Internet unter den Suchbegriffen „Kale Salad“ oder „Kale Bowl“.

Sauerkraut Selbstgemacht
Die äußeren Blätter entfernen und zur Seite legen (brauchen wir später noch mal), den Kopf halbieren und den Strunk entfernen. Den Weißkohl fein hobeln oder in dünne Streifen schneiden, in eine Schüssel geben und Salz hinzufügen. Das Salz mit (gut gewaschenen) Händen in den Kohl einmassieren und das Ganze gut durchkneten für ca. 5-10 Minuten. Der Kohl soll und wird dabei Flüssigkeit verlieren – je mehr, desto besser. Diese jedoch nicht wegschütten, brauchen wir noch.

Den Kohl in ein Einmachglas füllen und ihn mit einem Stößel oder der Hand fest im Glas andrücken. Bitte achtet unbedingt darauf, dass das Glas und der Deckel sauber und steril (heiß gespült) sind. Nun die Flüssigkeit dazugeben, sodass der Kohl ca. 3 Fingerbreit bedeckt ist. Zuoberst ein Kohlblatt verwenden, um das Kraut zu „verschließen“. 

Jetzt muss sichergestellt werden, dass der Kohl während der Gärung nicht an die Oberfläche steigen kann. Dazu könnt Ihr z.B. ein umgekehrtes Schnapsglas nehmen und es zwischen Krautblatt und Deckel klemmen, bevor Ihr ihn zudreht. 

Es kann passieren, dass während der Gärung der aufsteigende Saft etwas austritt, deswegen am besten etwas unterlegen und ca. zwei Wochen lang bei Zimmertemperatur dunkel lagern, danach ist das selbst gemachte Sauerkraut verzehrfertig. Ihr könnt es aber auch noch mehrere Monate kühl stellen, es reift während der Lagerung weiter und verändert seinen Geschmack.

Weitere Kohlrezepte und Hintergrundinfos findet Ihr in unserer WebApp unter
www.kartoffelkombinat.de/webapp.

Winterwunder Wurzelgemüse

In unserer saisonalen Gemüseversorgung gibt es speziell im Winter ein paar Herausforderungen, denn alle Jahre wieder kommt die Zeit, in der unser Ernteanteil dominiert wird von dem sogenannten Wurzelgemüse.

Tatsächlich ist Wurzelgemüse ein Sammelbegriff für Wurzeln, Knollen und diverse Mischformen. Darunter fallen die altbekannten wie Kartoffel und Möhre, der Knollensellerie, die Beten (gelbe, rote etc.), die kaum unterscheidbaren Pastinake und Petersilienwurzel, die Schwarzwurzel, Steckrübe sowie Kohlrabi, aber auch Rettich und Radieschen. Sie alle haben eines gemeinsam, ihre essbaren Wurzeln oder Knollen sind das nährstoffreiche Speicherorgan der Pflanze. In ihnen speichert sie die Energie, die sie zum Wachsen braucht. 

Kein Wunder also, dass der Verzehr der Wurzeln in unserer Ernährung schon seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle spielt. In der kargen Winterzeit liefern sie uns die dringend benötigten Mineralstoffe und Vitamine. So ist etwa das Carotin der Möhre ein starker Schutzstoff für unsere Zellen und wirkt antioxidativ. Die Bete ist besonders gesund durch ihren Mineralstoffreichtum und enthält unter anderem Kalium, Eisen, Zink, Folsäure sowie Betalaine (zellschützend und antioxidativ). Viele gesundheitsfördernde Stoffe stecken bei einem Großteil der Knollen in der Schale. Umso wichtiger also hier auf gute Bioqualität (wie wir sie erzeugen:-)) zurückzugreifen, um das Gemüse auch ungeschält genießen zu können. 

Trotz des Wissens um ihre gesundheitsfördernde Wirkung stellt die Wurzel manch eine/n im Kartoffelkombinat jedes Jahr wieder vor Herausforderungen, was die Zubereitung und Lagerung betrifft. Deswegen stellen wir Euch an dieser Stelle einmal eine Auswahl unserer Lieblingsrezepte vor. 

Rohkostsalat
Für diesen Salat könnt Ihr verschiedenes Wurzelgemüse miteinander mischen und die Anteile je nach Gusto verändern. Lasst soweit möglich gerne die Schale dran.
1 Teil gelbe Bete, 2 Teile Möhre und 1 Teil Sellerie raspeln und in einer Schüssel vermengen. Dann ein Dressing mischen aus Olivenöl, Zitronensaft (Orangensaft geht auch), Salz, Pfeffer und über den Salat geben.

Rote Bete Smoothie
Wer die volle Kraft aus dem Gemüse schöpfen möchte, sollte unbedingt auf Smoothies zurückgreifen. Hierzu 2-3 Handvoll Postelein oder Asiasalat mit 2-3 Tassen Wasser in den Mixer geben und pürieren. Anschließend 2 Äpfel und 2 Beten (alternativ Möhren) hinzugeben und mixen. 2 Tassen gefrorene Beeren hinzugeben (alternativ gehen auch Beeren aus dem Glas, hierbei unbedingt auch die Flüssigkeit verwenden) und das Ganze abermals ordentlich mixen, bis die gewünschte Smoothie-Konsistenz erreicht ist. Falls gewünscht, kann auch ein kleines Stückchen Ingwer und ein Löffel Agavendicksaft oder Ähnliches untergemixt werden. Im Kühlschrank hält der Smoothie sich zwei Tage lang. 

Sellerie-Apfel Suppe
Diese herrlich wärmende Suppe besticht durch ihren ganz besonderen Geschmack, der von der Mischung aus herzhaft und süßlich/sauer rührt. 2 Zwiebeln schälen, in Stückchen schneiden und in ein wenig Fett andünsten. 2 Äpfel und 1/2 Knollensellerie schälen, ebenfalls in Stücke schneiden und zu den Zwiebeln hinzugeben. Gemeinsam circa 5 Minuten auf mittlerer Hitze braten und anschließend mit Brühe aufgießen, bis das Gemüse bedeckt ist. Circa 25 min kochen lassen und anschließend pürieren. Wer möchte, kann auch ein wenig Hafersahne oder Ähnliches dazugeben, um die Suppe cremiger zu machen. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, evtl. einer kleinen Prise Zimt abschmecken.

Weitere ausführliche Gemüse-Infos und Rezepte findet Ihr auch in unserer Webapp unter www.kartoffelkombinat.de/webapp.