Regionalität, Energieeinsparung und Selbstversorgung

Diese drei Schlagworte werden in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Warum das so ist, wird in diesem 30-minütigem Animationsfilm erklärt:

Für deutsche Untertitel bitte nach dem Start des Videos auf den Button „CC“ klicken (falls diese nicht automatisch eingeblendet werden).

Die ReWiG – Regionale Wirtschaftsgemeinschaft für München

Im Lokalfenster von Sat1 lief ein Beitrag über unsere Freunde von der ReWiG München:

Das „Josefspfennig-Beispiel“ ist zwar ein alter Hut, zeigt aber sehr deutlich, warum das Finanzsystem scheitern muss. Die ReWiG entwickelt Lösungsansätze durch Komplementärwährungen und setzt sich für unternehmerische Kooperationen ein.

Getreide wird mit Roundup „reif gespritzt“

Neulich erzählte mir ein Landwirt, dass aus Arbeitseffizienzgründen die Getreidefelder kurz vor der Ernte „totgespritzt“ werden. Auf meine Nachfrage hin, was er damit meint, erhielt ich die Erklärung, das Getreide müsse bei Großbauern gleichzeitig reifen, es dürfe eben nichts mehr wachsen und so etwas gehe nur mit massivem Gifteinsatz.

Verwirrt, aber als Bio-Kunde bestätigt, habe ich diesem Thema erstmal keinen weiteren Gedanken gewidmet … bis mich soeben der Newsletter des Umweltinstituts erreichte:
„Die Getreideernte steht vor der Tür. Und nur wenige Tage zuvor spritzen viele Landwirte pures Gift auf Getreideflächen. Roundup oder andere glyphosathaltige Mittel werden eingesetzt, um den wenigen Unkräutern, die bis dahin überlebt haben, nun den Garaus zu machen. Ebenfalls empfohlen wird eine Giftdusche vor der Ernte, damit das Getreide zum gewünschten Termin „reif“ ist.

Da sich die Pestizide nicht so rasch abbauen, enthält das frisch geerntete Getreide noch jede Menge des aggressiven Pflanzengifts. Eine Kontrolle des Getreides auf Giftrückstände findet jedoch so gut wie nicht statt. Und so landen die giftigen Stoffe direkt auf unseren Tellern und in den Trögen der Tiere.

Dieser Missstand betrifft uns alle – die Bürgerinnen und Bürger, die die giftigen Lebensmittel essen, sowie die Landwirtinnen und Landwirte, die zu Verbündeten der Gift-Konzerne werden. Dennoch scheuen sich viele Medien, über das hochbrisante Thema zu berichten. Vielleicht weil die Werbeaufträge der Konzerne wegfallen könnten? Lieber krankmachendes Essen für alle, als weniger Einnahmen?“

Dazu fällt mir ein Spruch von Volker Pispers ein: „Was meinen Sie, was hier los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist?“

Industrielle Lebensmittel und Allergien – gibt es einen Zusammenhang?

Immer mehr Menschen, vor allem Kinder, leiden unter Allergien. Die extreme Häufung der Fälle in den letzten Jahren erstaunt die Experten, denn der rasante Anstieg ist nicht mit genetischer Veranlagung zu erklären.

Zum Wochenende haben wir noch einen Beitrag zu industriell hergestellten Lebensmitteln gefunden:

Ich versuche mich an zwei Regeln zu halten:

  1. iss nichts, was mehr als 7 Zutaten hat
  2. iss nichts, dessen Inhaltsstoffe Du nicht buchstabieren kannst

In diesem Sinne, guten Apettit und ein schönes Wochenende 🙂

Filmtipp: surviving progress

Neulich hatte ich auf einem Kongress das große Vergnügen, Prof. Dr. Niko Paech zu treffen. Mich inspirieren solche Begegnungen, denn hierbei werden meine Koordinaten wieder neu geeicht. Die Fragen, die mich dann umtreiben sind nicht die kleinen Optimierungen im Alltag, sondern die Perspektiven, die wir als Gesellschaft haben bzw. die Veränderungen, die wir bereit sind voranzutreiben.

Ralf, der Inhaber einer Münchner Filmproduktion (mit dem ich in den letzten Wochen viel über sinnvolle und weniger sinnvolle Produkte, Projekte und Kunden diskutiert habe), schickte mir passend dazu einen Trailer:

Aktuell wird der Film auf diversen, weit entfernten, Festivals gezeigt. Weiß jemand, wann der Film hier zu sehen sein wird?

Futur zwei – Wir werden gemeinsam angebaut haben.

Der Sozialwissenschaftler Prof. Harald Welzer, ist einer der Menschen, die uns seit Jahren beeinflussen. Morgen ruft er offiziell seine Stiftung „Futur zwei“ ins Leben oder um es grammatikalisch korrekt zu sagen, morgen wird er die Stiftung ins Leben gerufen haben.

Ziel der Stiftung ist es, Geschichten von Leuten zu sammeln, die sich auf den Weg machen, um etwas zu verändern. Betrachtet werden diese Projekte aus der vollendeten Zukunftsperspektive – daher der Name „Futur zwei“. Was sind das für Menschen, was treibt sie an, welchen Impuls setzen sie in die Gesellschaft? Solche und ähnliche Fragen werden in Form von Berichten online gestellt und auf einer Website gesammelt. Harald Welzer bezeichnet dies als „Flaschenpost in die Gesellschaft“. Als Relevanzkriterium gelte ihm die Notwendigkeit der Transformation hin zur Nachhaltig auf allen Ebenen, „da ist es erst mal egal, ob das drei Leute interessant finden, 300 oder 30.000“, so Welzer weiter.
Als Beispiel führt er das Ehepaar Sladek an, die aus ihrer Überzeugung heraus, eine Bürgerbewegung organisierten, das lokale Stromnetz aufkauften und damit einen der ersten echten Ökostromanbieter gründeten – die EWS in Schönau.

In den letzten Monaten beeinflussten uns die durch ihn geprägten Begriffe „Gegenwartsegoismus“ und „Möglichkeitesräume“, aber seht selbst:


Interessant sind auch die weiteren Videos und Artikel von/mit ihm sowie natürlich seine bisherigen Bücher.

Und Ende 2012 werden wir gemeinsam angebaut haben. 🙂

Was uns inspiriert – Food-Koops

In unregelmäßigen Abständen stellen wir Euch hier Menschen, Gedanken und Projekte vor, die wir fabelhaft, schräg, vorausdenkend, einzigartig einfach inspirierend finden.

Den Start macht ein Projekt, dass uns letztlich dazu motiviert hat, vom Reden zum Handeln zu gelangen.

Food Cooperatives (Portraits of the Solidarity Economy) from Alex Mallis on Vimeo.