Von den beiden möglichen Varianten erzählten wir Euch bereits. Der erste (laufende) Betrieb in Eschenried bietet eine Versorgunssicherheit, der zweite Betrieb in Fahrenzhausen könnte das Kartoffelkombinat-Hauptquartier werden und bietet genug Möglickeiten für alles, was uns noch einfallen wird.

Feldsalat
Feldsalat im Gewächshaus

Bis Anfang dieser Woche sollte die Gärtnerei in Fahrenzhausen jedoch aufgegeben werden, für uns also eine riesen Chance aber gleichzeitig eine noch viel größere Hürde, denn wir sind keine Fachleute für Gemüseanbau, können keinen Betrieb leiten (zumindest stellte sich diese Frage in der Vergangenheit noch nie) und verfügen nicht über die finanziellen Mittel, um für dieses Jahr in Vorleistung zu gehen. Eine Genossenschaft kann das Kapital durchaus aufbringen. Allerdings nur, wenn sie genug Mitglieder hat und wir würden diese Saison wohl ausschließlich für deren Akquise verwenden, statt zu gärtnern.

Eure Rückmeldungen hatten überwiegend den Tenor: macht das eigene Ding – was wir auch sehr gerne möchten, aber nicht so einfach können. Wir befanden uns in der Zwickmühle … und dann gab es am Montag eine unerwartete Wendung.

Aurelia, die Gärtnerin in Fahrenzhausen, ist letztlich von der Idee des Kartoffelkombinats so begeistert, dass sie uns anbot, zumindest noch für 2012 den Betrieb aufrecht zu erhalten – wenn wir alle tatkräftig mithelfen und sie auch bei der Jahresplanung unterstützen. Sofort setzten wir uns mit Sigi in Eschenried in Verbindung, um eine ganz neue Variante zu besprechen:

Die Grundlage ist geschaffen!

Simon bei der Arbeit
Simon bei der Arbeit

Mittwoch am späten Abend war es soweit: alle Beteiligten waren sich einig, in dieser Konstelation starten wir gemeinsam das Kartoffelkombinat!

Und seitdem geht es Schlag auf Schlag. Simon hat einen Tag beim der Feldsalaternte geholfen, um in die Gärtnerwelt hineinzuschnuppern.

Im Gegenzug durfte ich über unseren Blog, Facebook und Twitter berichten und alle gemeinsam erstellten wir die potentielle Anbau-Wunschliste, aber seht selbst:

Kartoffelkombinat noch offen
Partnerbetriebe
Auberginen Zuckermais Pastinaken
Tomaten Artischocken Petersilienwurzel
Gurken Schwarzwurzeln Sellerie
Paprika Topinambur Rosenkohl
Radieschen Knoblauch Kartoffeln
Rettich Topfkräuter Brokkoli
Kürbis Romanesco Blumenkohl
Zucchini Weißkohl Lauch
Karotten Rotkohl Chicoree
Grünkohl Spinat
Fenchel Mangold
Postelein Rucola
Wirsing
Rote Bete
Endivien
Radicchio
Asiasalate
Bohnen
Frühlingszwiebeln
Zuckerschoten
Chili
Spitzkraut
Feldsalat
Petersilie
Schnittlauch
Dill
Rosmarin
Minze
Salbei
Bohnenkraut
Rhabarber
Himbeeren

Leider können wir nicht alles selbst anbauen und/oder es gibt Partner-Betriebe, die auf Grund des Bodens und der Maschinenaussattung für bestimmte Gemüse besser geeignet sind. Nachfolgend seht Ihr die Pro- und Contra-Argumement für den Zukauf:

 Pro Zukauf:
+ große Vielfalt an Gemüse
+ effizienter Anbau und Einsatz der Ressourcen (z.B. Eignung des Boden, Maschinen- und Fuhrpark, Know-how)
+ Versorgung durch Lagerware auch im Winter (Dezember bis März)
+ Vernetzung mit weiteren Höfen (klassisches CSA-Model)

Contra Zukauf:
– nicht alles wird in Eigenregie angebaut
– sind nicht komplett autark

Wie seht Ihr das? Sollen wir uns nur um das kümmern, was wir selbst anbauen können?

5 Antworten

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